Weiterführende Inhalte

Auf den Grundlagen der Werte- und Finanzbildung aufbauend, möchten wir Kinder umfassend bilden. In unserem neuen Themenkomplex “Nachhaltigkeit” erhalten Kinder einen umfassende Einführung in Umweltthemen, Klima- und Tierschutz, fairen Handeln und nachhaltiges Leben.

Grundsätze der nachhaltigen Entwicklung

Die Kompetenzen der Werte- und Finanzbildung, die durch das Unterrichtsprogramm von WERTvoll macht Schule vermittelt werden, folgen den Grundsätzen der nachhaltigen Entwicklung. Junge Menschen erlernen nicht nur den bloßen Umgang mit Geld für ihre individuellen Bedürfnisse. Ziel ist es, dies in einem gesellschaftlichen und globalen Kontext zu sehen. Dies beinhaltet den Gedanken der sozialen Gerechtigkeit und ein Ökonomieverständnis, das langfristig ausgerichtet ist und den sinnvollen Einsatz von Ressourcen vorsieht.

Fair Trade

Kinder sollen Kompetenzen erlangen, die ihnen ermöglichen, mit ihrem Geld verantwortungsbewusst und zielorientiert handeln zu können, dazu gehört auch, dass sie sich mit dem Thema „Fair Trade“ auseinandersetzen. Sie erfahren im Rahmen des Projekts, dass man durch den Kauf von Fair Trade-Produkten Menschen in anderen Ländern unterstützen kann, womit auch der teurere Preis der Fair Trade-Produkte gerechtfertigt wird. Kinder erhalten dadurch die Möglichkeit, ihr eigenes Kaufverhalten zu reflektieren und können Überlegungen anstellen, wie sich der Kauf von Fair Trade-Produkten möglicherweise in ihren Alltag einbauen lässt.

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Wie ist WERTvoll macht Schule entstanden?

fotolia_38998120_lAusschlaggebend für den Start der Initiative “WERTvoll macht Schule” war der Schulversuch des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung München (ISB) zur Umsetzung der Richtlinie zur ökonomischen Verbraucherbildung.

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Wieso setzt das Programm schon so früh an?

fotolia_50931349_lKinder sollten entsprechend ihres jeweiligen Alters Werte- und Finanzkompetenzen vermittelt bekommen. Die Lerninhalte prägen sich bei kleinen Kindern besonders leicht ein, und es kann so ein Fundament für die Zukunft gelegt werden.

Bei der Vermittlung von Werten handelt es sich um grundlegende Kompetenzen, wie einen respektvollen Umgang

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Vertiefung der Wertevermittlung

fotolia_51655665_mDie Vermittlung von Werten war von Anfang an ein wichtiger Bestandteil der Inhalte der Markt- und Finanzbildung des Programms. Die Stärkung des Selbstbewusstseins und des Selbstwertes der Kinder ist die Grundvoraussetzung dafür, dass Kinder sich frei machen vom Einfluss der Werbung und dem Druck von außen. Kaufentscheidungen sollten nicht extern bestimmt werden, sondern von den Kindern – und schließlich als Erwachsene – eigenverantwortlich getroffen werden. Die Reflexion über die eigenen Wünsche, die Auseinandersetzung mit Werbestrategien, die Aneignung von Wissen über Geld und seine Verwendungsmöglichkeiten, stärken Kinder darin, bessere finanzielle Entscheidungen zu treffen.

Mittlerweile nimmt die Wertebildung bei der Durchführung des Unterrichtsprogramms einen noch größeren Stellenwert ein. Wir schaffen eine breite Basis an Kompetenzen, die auf allgemeinen Werten aufbaut und nicht nur auf die Finanzbildung abzielt. Mit gemeinschaftsorientierten und sozialen Werten, die wichtig für das Zusammenleben mit anderen und eine gute Kommunikation miteinander sind, schaffen wir die Voraussetzungen für eine positive und produktive Interaktionskultur. In einer globalen Welt, die das Zusammentreffen unterschiedlicher Werte und Überzeugungen mit sich bringt, müssen Kinder darauf vorbereitet werden, mit dieser Unterschiedlichkeit umzugehen.

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Gruppendynamiken und mithalten wollen

576719Kinder sind heute oft einem Gruppendruck ausgesetzt. Sie vergleichen sich mit anderen. Wer cool sein möchte, muss das neueste Smartphone haben, Kleidung einer bestimmten Marke tragen und das neueste Spielzeug vorzeigen können. Das alles kostet eine Menge Geld und nicht jeder Wunsch kann sich sofort erfüllen. Besonders Kinder aus sozial

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Unser Beitrag zur Flüchtlingsthematik

fotolia_39622000_xsJedes Kind macht ganz individuelle Erfahrungen in seinem Leben, wird geprägt von Familie, Umfeld und Kultur. Ganz selbstverständlich führt dies zu Meinungen,
Verhaltensweisen und Werten, die sich von anderen Kindern absetzen. Bereits im Kindergarten und in der Schule macht sich diese Unterschiedlichkeit bemerkbar, mit der Kinder lernen umzugehen.  Ein ganz natürliches Phänomen!

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Die Schuldenfalle

Mann mit leere Hosentasche.Laut SchuldnerAtlas waren im Jahr 2017 6,9 Millionen Bürger (über 18 Jahren) überschuldet, davon 4,22 Millionen dauerhaft. Neben Arbeitslosigkeit oder anderer gravierender Veränderungen der Lebensumstände, ist zunehmend die unwirtschaftliche Haushaltsführung dafür verantwortlich. Durch das anhaltend niedrige Zinsniveau lassen sich immer mehr Menschen dazu verleiten,

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Finanzbildung beginnt mit einer guten Wertebildung!

Fürth, 7.11.2016 – WERTvoll macht Schule unterstützt Kinder ab der ersten Klasse bei ihrer individuellen und sozialen Entwicklung.

Die Bildungsinitiative “WERTvoll macht Schule” hat sich zum Ziel gesetzt, Kinder bei ihrer individuellen und sozialen Entwicklung so zu unterstützen, dass sie selbstbewusst, sozial und eigenverantwortlich heranwachsen können. Dies ist die beste Voraussetzung dafür, kluge Entscheidungen zu treffen – auch in finanzieller Hinsicht. Die Grundlage hierfür bildet die Vermittlung von Wertekompetenzen. Kinder lernen zu reflektieren, respektvoll und tolerant miteinander umzugehen und ein soziales Bewusstsein zu entwickeln. Zudem erwerben die Kinder durch das Unterrichtsprogramm Finanzwissen, um sich frei von Konsum und Werbedruck zu machen und ihr Geld gut einsetzen und planen zu können. Dabei lernen sie Ziele zu definieren und Prioritäten zu setzen.

Ausschlaggebend für den Start von WERTvoll macht Schule im Jahre 2011 war der Schulversuch des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung München (ISB) zur Umsetzung der Richtlinie zur ökonomischen Verbraucherbildung. Im Rahmen dieses Schulversuchs wurde WERTvoll macht Schule erstmals an der Grundschule Unterföhring (Bayern) erfolgreich getestet. Die Grundidee für WERTvoll macht Schule war es, Kinder in finanziellen Aspekten weiterzubilden, um so präventiv darauf einwirken zu können, dass es später nicht zu Verschuldung kommt. Das Konzept dazu entwickelte die Gründerin der Initiative, Diana Bartl. Selbst Mutter und Existenzgründerin, lag ihr das Thema am Herzen: “Durch unser knappes Familienbudget am Beginn meiner Selbständigkeit wurde mir vor Augen geführt, wie wichtig es ist, mit Geld und Konsum bewusst umzugehen. Deshalb fing ich bei meiner Tochter früh an, mit ihr über diese Themen zu reden und sie ihre eigenen Erfahrungen machen zu lassen. In dieser Zeit merkte ich, dass ich viele offene Fragen zum Thema Gelderziehung hatte.“

„In unserer täglichen Arbeit bei WERTvoll macht Schule und den Erfahrungen aus der Praxis stellte ich zudem bald fest, dass Finanzbildung für Kinder alleine nicht ausreicht. Es gehört einfach mehr dazu!“ so Bartl weiter. Mit der verstärkten Vermittlung von Wertekompetenzen hat die Initiative dem nun Rechnung getragen und sich den Bedürfnissen von Kindern angepasst. Heterogenität aufgrund unterschiedlicher sozialer und kultureller Hintergründe ist Normalität an Schulen in Deutschland, wenn auch nicht unbedingt in ihrer aktuellen Intensität. Kinder vergleichen sich ganz selbstverständlich mit anderen Kindern, doch können hier auch leicht Konflikte auftreten. Dabei sind Ausgrenzung oder Neid vor allem auf finanzielle Divergenzen zurückzuführen. Manche Kinder haben das neueste Handy, die tollsten Spielsachen und die teuersten Markenprodukte, während andere sich dies nicht leisten können. Die Konflikte, die dadurch entstehen, bedürfen der intensiven Auseinandersetzung und Verarbeitung. Das Programm von WERTvoll macht Schule verbindet hierbei zwei ganz wichtige Aspekte: Kinder werden in ihren sozialen Fähigkeiten geschult und entwickeln so ein besseres Verständnis für andere. Andererseits lernen Kinder, sich frei von Werbung und Konsum zu machen, ihren Selbstwert nicht über die neuesten Markenprodukte zu definieren und mit dem Geld auszukommen, dass ihnen zur Verfügung steht.

“Für einen guten Start ins Leben sind diese Kompetenzen genauso wichtig wie Rechnen, Lesen oder Schreiben”, betont Diana Bartl.

So funktioniert WERTvoll macht Schule: WERTvoll macht Schule bringt Werte- und Finanzkompetenzen in die Grundschule. Mit dem Unterrichtsprogramm lernen Kinder an ihrem üblichen Lernort im Klassenverbund und setzen das Gelernte später im Alltag praktisch um. Alle teilnehmenden Schulen und Lehrkräfte werden mit komplett ausgearbeiteten und leicht in den Unterrichtsalltag integrierbaren Unterrichtsmaterialien ausgestattet. Jedes Klasse bekommt ein besonderes Sparschwein geschenkt und jedes Elternhaus erhält das Magazin “WERTvoll” mit nützlichen Tipps. Je nach Bedarf gibt es zudem die Möglichkeit Lehrkräfte und Eltern in Workshops auf die Projektdurchführung vorzubereiten.  WERTvoll macht Schule arbeitet unternehmensunabhängig, werbefrei und wird durch Spenden finanziert. Die Teilnahme am Programm ist sowohl für Schulen als auch Eltern kostenlos.

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Integration von Flüchtlingskindern in der Grundschule

Integration, integrieren, Toleranz, Sprache, lernen, Flüchtlinge, Einwanderung, Gemeinschaft, Kultur, Werte, global, Sprachförderung, Menschen, Migration, Migrant, Asyl, Politik, Identität, Kompetenz, Einbürgerung, Ausländer, Gesellschaft, sozial, Soziologie, Prozess, eingliedern, teilhabe, Symbol, Wörter, IconWelche Werte müssen den Kindern vermittelt werden und wie?

Interview mit Erziehungsexperte Jan-Uwe Rogge: Wertearbeit, das Vermitteln eines stabilen Wertesystems, ist eine zentrale, ganz wichtige Aufgabe der Grundschulen. Alle Kinder werden in der Regel gemeinsam beschult, ungeachtet ihrer Fähigkeit, Herkunft, oder ethnischem Hintergrund. Hier kann Schule noch am ehesten integrativ wirken. Eine zunehmende Diversität von Schülern bringt neue Herausforderungen für Schulen und Lehrer – gerade auch vor dem Hintergrund aktueller Zuwanderungsströme von Flüchtlingen.

Unterschiedliche Herkunftsländer und damit verschiedene Kulturkreise und gesellschaftliche Wertesysteme sind nicht neu an Deutschlands Schulen, jedoch in ihrer aktuellen Dimension schon. Fehlende und mangelnde Sprachkenntnisse sind nur ein Problem, das zunehmender Aufmerksamkeit in der Schule bedarf. „Hinzu kommt, dass mit steigendem Zugang von Flüchtlingskindern vermehrt unterschiedliche gesellschaftliche und kulturelle Einflüsse aufeinandertreffen. Inwiefern ändert sich also durch den Zugang vieler Flüchtlingskinder für die Lehrkräfte in den Grundschulen ihre Arbeit? Welche Auswirkung haben Sprachbarrieren? Was passiert, wenn verschiedene Wertesysteme aufeinandertreffen? Darüber haben wir mit dem Erziehungsexperten Dr. Jan-Uwe Rogge gesprochen.

Lehrkräfte sind im Hinblick auf Werte wichtige Vorbilder

Werte werden nicht zuvorderst durch Sprache vermittelt, betont Jan-Uwe Rogge, sondern müssen vielmehr vorgelebt werden: „Es geht darum, dass wir für uns gültige Werte den Kindern vorleben und so vermitteln. Ganz wichtige Werte sind etwa Wertschätzung und Achtsamkeit.“ Den Lehrerinnen und Lehrern komme dabei eine Vorbildfunktion zu, denn „sie sind für ein wertschätzendes Klima in der Klasse verantwortlich. Dazu gehört, sich gegenseitig zuzuhören, aufeinander einzugehen und sich gegenseitig zu respektieren“. Die Persönlichkeit der Erziehenden oder des Erziehenden spielt dabei eine ganz wichtige Rolle, denn sie ist schon im Kindergarten, aber ebenso in der Grundschule ein ganz wichtiges Vorbild und eine entscheidende Bezugsperson für die Kinder.

Auf kulturübergreifenden Werten aufbauen

Dass nun die Flüchtlingskinder zum Teil ohne alles hierher gekommen sind und einen anderen kulturellen Hintergrund haben, heißt indes nicht, dass ihr Wertesystem ein ganz anderes ist. Es gibt übernationale Werte, die kulturübergreifend zentral sind, sagt Jan-Uwe Rogge: „Wertschätzung und Achtsamkeit gelten beispielsweise in Afghanistan ebenso wie in Syrien. Diese Werte halte ich für absolut wichtig. Ich achte dich, und ich erwarte, dass du mich achtest. Ich schätze dich wert, und ich möchte von dir wertgeschätzt werden.“

Natürlich gibt es nicht nur Gemeinsamkeiten, sondern auch Unterschiede. Abweichende gesellschaftliche Normen und Vorstellungen über Rollenbilder sind hierfür ein Beispiel. Grundsätzlich müsse dabei nicht befürchtet werden, dass sich durch eine solche Diskrepanz ein problematischer Zwiespalt für die Kinder ergibt, meint der Erziehungsexperte: „Kinder können mit Unterschiedlichkeiten durchaus umgehen. Das ist kein zentrales Problem, denn sie erleben das überall – etwa, dass sie von den Eltern anders angenommen werden als von den Großeltern. Vielmehr erfordert es von den Lehrern ein gewisses Bemühen.“ Auch Schule sei ein Ort, an dem Werte vermittelt und vorgelebt werden. Unterschiedlichkeit sei zudem nicht zuvorderst eine Frage des Herkunftslandes, betont Jan-Uwe Rogge, denn „deutsche Kinder, die aus einer Familie kommen, in der es sehr machtorientiert zugeht, erfahren ebenfalls eine Diskrepanz, wenn sie in der Schule Wertschätzung und Achtsamkeit kennenlernen.“

Die Bedeutung von Gelderziehung in der Grundschule

Zu den Werten, die Kindern in der Grundschule vermittelt werden müssen, gehört auch das Geld. Dies erachtet auch Jan-Uwe Rogge für wichtig: „Denn der Umgang mit Geld bedeutet auch, Verantwortung zu übernehmen.“ Geld ist ein greifbarer Wert und ein Wertesymbol. Es bestimmt den Wert einer Sache oder einer Leistung. Im Gegensatz zu anderen Werten wie Achtsamkeit und Respekt, können wir es sehen und anfassen. Frühzeitig den richtigen Umgang mit Geld zu lernen, zu üben, damit zu planen und es einzuteilen, ist ein wichtiger Aspekt in der Erziehung von Grundschulkindern. Dazu gehört auch Kindern zu vermitteln, wie sie sich in der Konsumgesellschaft zurechtfinden und frei von Markendruck ihre Entscheidungen treffen können. Gerade für die Kinder von Geflüchteten ist dies ein sensibles Thema, das schnell zu Ausgrenzung führen kann, wird es nicht in der Schule aufgegriffen.

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Sicherheit durch verantwortungsvolles Handeln

Durch WERTvoll macht Schule lernen die Kinder von klein auf, welche unterschiedlichen Funktionen Geld hat, wie sie es einteilen und verantwortlich und selbstbestimmt damit umgehen können.

Im überschaubaren Rahmen eines regelmäßigen Taschengelds können sie üben, mit begrenzten Mitteln auszukommen, zu planen und auch einmal Fehler zu machen, ohne gleich gravierende Konsequenzen befürchten zu müssen. Das kann etwa die Erfahrung sein, alles Taschengeld der Woche auf einmal für Süßigkeiten ausgegeben zu haben – und deshalb für die restlichen Tage nichts mehr zu haben.

Zudem lernen sie, dass Ausgeben nur eine Möglichkeit ist, mit Geld umzugehen. So wird ihnen veranschaulicht, dass sie Geld sparen können, in eine größere Anschaffung mittelfristig investieren oder es spenden können. Dabei ist das Spenden für eine gute Tat nicht nur mit Geld vorgesehen, sondern auch immaterielle Werte wie Zeit, können für andere eingebracht werden.

Mit den gemachten Erfahrungen lernen Kinder, kluge und eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen, um mit ihren begrenzten Mitteln auskommen und sich trotzdem etwas leisten zu können. Dazu gehört es, dass Kinder ihre eigenen Wünsche definieren und bestimmen, was für sie persönlich wichtig und wertvoll ist. Kinder müssen deshalb darin unterstützt werden, ein gutes Selbstwertgefühl zu entwickeln, welches ihnen die Sicherheit gibt, unabhängig zu agieren und ihren eigenen Wert nicht von materiellen Dingen bestimmen zu lassen.

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