WERTvoll macht Schule

Statussymbole – Oder die Suche nach Anerkennung

Mein Haus, mein Auto, mein Boot! – so kokett wurde vor ein paar Jahren in einem TV-Spot für Geldanlagen geworben. Die Werbung verpackte mit charmantem Witz ein Gefühl, das wohl vielen bekannt vorkommt, auch wenn es nicht unbedingt die eigene Yacht sein muss: das Bedürfnis, etwas vorweisen zu können, etwas erreicht zu haben, jemand zu sein, schlummert wohl in jedem von uns. Doch was bedeutet das eigentlich? Und wieso legen wir in unserer Gesellschaft Wert auf Statussymbole?

Statussymbole und Gesellschaft
Die „Gesellschaft“ ist nicht einfach eine chaotische Masse, sondern sie ist durch viele Regeln, Kategorien und Klassifizierungen geprägt – sozusagen die „Schubladen“ unserer Gesellschaft. Auf diese ist Gesellschaft auch durchaus angewiesen, denn in der Interaktion mit anderen Menschen brauchen wir einen Orientierungsrahmen. So gibt es bestimmte Muster, wie wir uns in einer Gruppe verhalten, wie wir unsere Ausdrucksweise, unser Benehmen oder Aussehen gestalten. Allein schon Sprache erlaubt Rückschlüsse auf die Herkunft oder das Bildungsniveau eines Menschen.

Die Wertigkeit von Merkmalen
Wie in einer Gesellschaft bestimmte Merkmale, etwa Bildung, bewertet werden und welche als erstrebenswert gelten, ist abhängig von den Werten, die eine Gesellschaft prägen. Diese Merkmale oder auch Statuskriterien reichen von Alter, Geschlecht, Herkunft bis zu Bildung, Beruf, Besitz, Macht oder auch persönlichen Eigenschaften. Sehen wir bei Menschen, die
älter sind, einen größeren Erfahrungsschatz und Wissen, die mehr Achtung verdienen? Ist ein Doktortitel respektabler als ein Hauptschulabschluss? Genießt ein Arzt mehr Ansehen als ein Busfahrer, der Kinder sicher von der Schule nach Hause bringt? Wie bewerten wir die Kleidung eines Menschen? Ist die glamouröse Birkin Bag wertvoller als die Jutetasche des Ökoladens um die Ecke?

Gesellschaft misst jedem dieser Merkmale einen Wert zu. Dieser Wert steht durchaus nicht fest, er kann sich im Laufe der Zeit verändern oder regional unterscheiden. Nehmen wir beispielsweise die Figur einer Frau. Üppige Rundungen galten für Rubens als Schönheitsideal und Ausdruck von Reichtum. Mit einer sich verändernden Gesellschaft veränderte sich auch dies im Lauf der Zeit und die Rubensfigur wurde durch eine Size Zero-Figur abgelöst. Dagegen gilt in Mauretanien auch heute weibliche Körperfülle als Statussymbol. Je nachdem, in welchem sozialen Kontext wir uns also befinden, gelten unterschiedliche Sets von Statuskriterien.

Die Rolle der Gruppe
Der soziale Kontext oder eben die Gruppe ist dabei ein entscheidendes Element. Denn erst im Miteinander entfalten diese Merkmale ihre volle Wirkung. Einschätzung und Bewertung im Kollektiv setzen den Maßstab dafür, was Anerkennung verdient und wichtig ist. Wären wir alleine auf dieser Welt, wäre es dagegen völlig unerheblich, ob wir reich, gebildet, mächtig wären oder „aus gutem Hause“ kämen. Erst im Vergleich mit anderen gibt es auch ein besser und schlechter. Nur in der Gruppe entsteht eine Hierarchie, in der jeder Einzelne eine bestimmte Position einnimmt. Andere erwarten von jemandem mit diesem bestimmten Status auch ein bestimmtes Verhalten.

Der Arzt und der Busfahrer 
Kehren wir also zu dem Arzt und dem Busfahrer als Beispiele zurück: Von einem Arzt erwarten wir eine eloquente Ausdrucksweise, gute Allgemeinbildung und exzellentes Fachwissen. Zudem stellen wir uns einen Arzt, wenn er nicht gerade seinen weißen Kittel trägt, wohl in einem feinen Anzug mit den passenden italienischen Schuhen und der entsprechenden Uhr vor. Dies lässt sich weiter ausdehnen auf ein schnelles, teures Auto, das Bild einer vorzeigbaren Familie im gepflegten Eigenheim oder den Luxusurlaub in einem exotischen Paradies. Dem Busfahrer dagegen sprechen wir wahrscheinlich weniger Bildung zu, eine bodenständigere Art zu sprechen und sich zu kleiden, weniger finanzielle Mittel und ein geringeres berufliches Ansehen. Außerdem sehen wir den Busfahrer vielleicht eher in einer gemütlichen Wohnung oder in der Kleingarten-Kolonie beim Grillen. Sehr überspitzt sollen diese beiden Beispiele zeigen, welche Erwartungen mit einem bestimmten Status verbunden sein können. Und diese Erwartungen wollen erfüllt, die gesellschaftliche Rolle ausgefüllt werden.

Die Funktion von Statussymbolen
Warum streben Menschen überhaupt danach, eine bestimmte Rolle auszufüllen, ihr zu entsprechen? Ganz einfach: Dahinter steht das natürliche Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Anerkennung. Der Soziologe William I. Thomas beispielsweise zählt die Anerkennung zu den grundlegenden Wünschen jedes Menschen. So ist es nachvollziehbar, dass wir uns diesen Wunsch zu erfüllen versuchen, indem wir den Erwartungen an unsere Rolle entsprechen. Statussymbole haben hier eine wichtige Funktion. Das schnelle Auto, das große Haus oder der Doktortitel haben symbolische Wirkung. Mit ihrer Hilfe demonstrieren wir, welchen Status wir in einer Gesellschaft einnehmen. So wird es für andere leichter, uns zu bewerten und einzuschätzen. Doch im Vergleich mit anderen haben sie noch eine weitere Funktion: Sie spiegeln nämlich nicht nur wider, welchen Status wir innehaben, sondern auch, welchen wir gerne hätten – zu welcher Gruppe wir gerne gehören oder in welchen Kreisen wir gerne verkehren würden. Menschen sind bestrebt, sich nach außen möglichst gut darzustellen, denn wer möchte schon gerne das Schlusslicht sein? Und so schmücken wir uns mit den Statussymbolen, die in unserer Gesellschaft als besonders wertvoll gelten. Anders formuliert: Wir erhoffen uns davon hohes Ansehen. Manchmal bedeutet dies, dass wir unser letztes Geld zusammenkratzen, um vor der Tür den schönen Wagen stehen zu haben oder auch nur das neueste Handy zu besitzen. Die Belohnung ist die Anerkennung und Wertschätzung durch das Umfeld, dem wir uns als erfolgreicher, glücklicher oder zumindest ebenbürtig darstellen.

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Projektpaten

Lernen Sie unsere Projektpaten kennen! Mit ihrer Spende finanzieren sie Schulen im ganzen Bundesgebiet. Gerade durch die großzügigen Spenden unserer Paten ist es möglich, das Unterrichtsprogramm auch an jenen Schulen und in Regionen durchzuführen, die einen besonders hohen Bedarf haben.

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Schulpaten

Ob regionaler Handelsbetrieb, deutschlandweit oder international agierendes Unternehmen – Unsere Schulpaten setzen sich gezielt für eine Schule ein, die ihnen besonders am Herzen liegt.

Unsere Schulpaten haben eine enge Verbindung zu den geförderten Schulen. Bei ihren Schulbesuchen und ihrer Teilnahme an den Vorbereitungsveranstaltungen für das Unterrichtsprogramm ist dies deutlich spürbar. Die Identifikation der Paten mit den einzelnen Schulen ist eine besondere Bereicherung für das Programm. Mit ihrem Einsatz geben unsere Schulpaten etwas zurück an ihre Gemeinschaft und fördern so die nächste Generation vor Ort.

Unsere Schulpaten:

  • Inkasso Birk Hechingen
  • System Inkasso München
  • VR-Bank Bayreuth
  • VR Fürth Uffenheim Neustadt
  • VR München Land
  • VR Ismaning Halbergmoos Neufahrn
  • Sparda Bank Ost-Bayern
  • Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost
  • IGP Inkasso Gumbert Passau
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Sie möchten uns unterstützen?

Als Projektpate und Multiplikator von WERTvoll macht Schule unterstützen Sie eine starke und nachhaltige Idee. Unsere Kinder sind die Erwachsenen von morgen. In die Bildung der Kinder zu investieren bedeutet zugleich, die gesamte Gesellschaft zu stärken.

Projektpaten/Förderer

Sie möchten gerne WERTvoll macht Schule und die Vermittlung von Werte- und Finanzkompetenzen an Grundschulen fördern. Als Projektpate bzw. Förderer stärken Sie den Ausbau unseres Unterrichtsprogramms im ganzen Bundesgebiet.

Netzwerk

Sie haben eine gute Idee, wie WERTvoll macht Schule noch besser werden kann. Oder Sie möchten uns helfen, unsere Ziele zu erreichen, indem Ihr Verein, Unternehmen oder Ihre Stiftung sich für die Initiative engagieren und als Multiplikator fungieren. Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und Ideen und besprechen mit Ihnen gerne die Details einer möglichen Zusammenarbeit.

So profitieren Sie als Pate!

• Mehrwert durch Investition in Bildung
• Ihr soziales Engagement wird bundesweit bekannt
• Nutzung Ihres Engagements für die eigene Öffentlichkeitsarbeit

Unsere Patenbroschüre

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen rund um unsere Bildungsinitiative zum Download.

Machen Sie mit!

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf und wir erläutern Ihnen gerne die Details und den Ablauf des Programms. Um die Kommunikation mit den Schulen brauchen Sie sich nicht zu kümmern, das übernehmen wir für Sie. Wir unterstützen Sie auch gern dabei, Ihr soziales Engagement der Öffentlichkeit bekannt zu machen.

 

Haben Sie noch Fragen zum Programm?

Dann rufen Sie uns an unter 0911 / 97 64 66 24
oder schicken Sie uns eine E-Mail an info@wertvoll-macht-schule.de

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Jetzt spenden und Pate werden!

Unterstützen – einfach und direkt. Werden Sie heute ein Spendenpate von WERTvoll macht Schule und unterstützen Sie so Kinder mit der Vermittlung von Werte- und Finanzkompetenzen an Grundschulen.

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Unser Spendenkonto beim Deutschen Kinderhilfswerk e.V.
IBAN: DE23 1002 0500 0003 3311 11
Bank für Sozialwirtschaft
BIC: BFSWDE33BER
Zweck: WERTvoll macht Schule

Ein Spendenprojekt beim Deutschen Kinderhilfswerk e.V.

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. (DKHW) setzt sich deutschlandweit für eine kinderfreundliche Lebensumwelt ein und dafür, dass die Kinderrechte beachtet und aktiv gelebt werden – in der Gesellschaft genauso wie in der Politik. Seit über 40 Jahren schafft es bessere Lebensbedingungen für Kinder in Deutschland und hilft Kindern und ihren Familien, die in Armut leben. Als unser Kooperationspartner übernimmt das DKHW für uns die Spendenverwaltung.

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Ein Sparschwein, das Kinder stark macht – Fürther Nachrichten

Januar 2017 – Die Fürther Nachrichten berichten über WERTvoll macht Schule (ehemals: Projekt KinderCash). Im Interview erzählt Gründerin Diana Bartl von den Anfängen der Initiative und welchen Beitrag die Vermittlung von Werte- und Finanzkompetenzen an Kinder im Grundschulalter leisten kann.

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Zusammen mit dem Deutschen Kinderhilfswerk – Gemeinsam für ein kinderfreundliches Deutschland!

Januar 2017 – Das ist das Anliegen des Deutschen Kinderhilfswerkes e.V. – Kinderfreundlichkeit ist der Schlüssel für eine nachhaltige Gesellschaft. Sie beginnt im Alltag mit dem respektvollen Umgang mit Kindern und braucht zugleich die Politik zur Setzung wichtiger Rahmenbedingungen für eine bessere Lebenssituation von Kindern in Deutschland.

Wir von WERTvoll macht Schule sind froh, ein so starken Partner, wie das Deutsche Kinderhilfswerk, an unserer Seite zu haben, der uns durch die Verwaltung unserer Spendengelder und die gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. Gemeinsam können wir WERTvoll macht Schule so realisieren, wie wir es uns vorstellen.

Seit mehr als 40 Jahren setzt es sich ein, für die Rechte der Kinder und unterstützt Projekte und Maßnahmen, die verbesserte Rahmenbedingungen für das Aufwachsen und die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen fördern. Als gemeinnütziger Verein finanziert sich das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) überwiegend aus privaten Spenden der Spendendosen, die an 40.000 Standorten in Deutschland zu finden sind.

Die Umsetzung der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen (KRK) in Deutschland, die damit verbundene Stärkung der Mitbestimmungsrechte von Kindern, die Überwindung von Kinderarmut und die Ermöglichung fairer Chancen für alle Kinder und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, sind die inhaltlichen Schwerpunkte des DKHWs.

Der Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes, Thomas Krüger, attestiert „in der Gesamtschau der deutschen Gesellschaft eine anhaltende Ausblendung und Verdrängung von Kinderinteressen“, trotz der erreichten Verbesserungen seit Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention vor mehr als 25 Jahren.“ Deshalb ruft das DKHW Staat und Zivilgesellschaft dazu auf, die Kinderrechte stärker in den Fokus der Aufmerksamkeit zu nehmen. „Dabei sollte das kompetente Kind Mittelpunkt des Handelns sein. Wir sind davon überzeugt, dass Kinder eigenständige Persönlichkeiten mit vielfältigen Fähigkeiten sind. Deshalb müssen wir Kindern helfen, stark und gleichberechtigt zu sein, damit sie mit ihrer Kreativität und Kompetenz unsere Gesellschaft mitgestalten können. Dabei ist die Beteiligung von Kindern ein zentraler Wert unserer demokratischen Gesellschaft. Demokratie zu lernen erfordert, Demokratie zu erleben. Denn Kinder sind unsere Gegenwart und Zukunft“, so Krüger weiter.

Weitere Informationen unter www.dkhw.de

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Deutsches Kinderhilfswerk unterstützt WERTvoll macht Schule

Fürth, 22.01.17 – Mit einem starken Partner Kinderinteressen besser wahrnehmen. Als neuer Kooperationspartner unterstützt das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. WERTvoll macht Schule in seiner Arbeit und der Umsetzung des Programms an deutschen Schulen. Das Deutsche Kinderhilfswerk begleitet dabei die öffentliche und fachliche Weiterentwicklung und übernimmt die Verwaltung der Spendengelder für WERTvoll macht Schule.

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich insbesondere für die Verbesserung der Lebensverhältnisse und Beteiligungschancen von Kindern in Deutschland ein. Das Wohl des Kindes steht bei dieser Arbeit stets im Mittelpunkt. Dazu gehört es, Kindern faire und gleichberechtigte Chancen zu eröffnen, Kompetenzen zu vermitteln und die Interessen der Kinder ernst- sowie ihre Bedürfnisse wahrzunehmen. Die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention bildet dabei die Grundlage der Arbeit des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Kinderarmut eines der Schwerpunktthemen des Deutschen Kinderhilfswerkes. Rund drei Millionen Kinder in Deutschland sind von Armut betroffen. Die Auswirkungen von Armut auf das Leben und die Zukunft der Kinder sind dabei gravierend. Einkommensarmut und unzureichende staatliche Unterstützungsleistungen für in Armut lebende Familien sind das zentrale Problem. Neben schlechteren Bildungschancen und mangelhafter Gesundheit zeigen sich die Folgen in fehlendem Selbstvertrauen, Scham und der Ausgrenzung von Kindern in Armut. In Armut aufzuwachsen, birgt zudem das Risiko, im Erwachsenenalter in Armut zu verbleiben. Kinder benötigen deshalb ausreichend Ressourcen und Möglichkeiten der Verwirklichung, um dieser Armutsspirale zu entgehen.

Wie das Deutsche Kinderhilfswerk, möchte WERTvoll macht Schule mit seinem Programm dazu beitragen, dass sich die Lebenssituation von Kindern verbessert. „Wir freuen uns, dass wir einen so starken Kooperationspartner an unserer Seite haben, mit dem wir gemeinsam daran arbeiten, dass in Deutschland kein Kind zurückbleibt!“, betont die Gründerin von WERTvoll macht Schule, Diana Bartl. „Dabei hat sich unsere Initiative auf zwei Bereiche spezialisiert: die Förderung von Werte- und Finanzkompetenzen an Schulen“, führt Bartl weiter aus. Mit dem Unterrichtsprogramm von WERTvoll macht Schule lernen Kinder nicht nur einen klugen Umgang mit Geld, Konsum und Werbung. Die Inhalte der Wertearbeit richten den Fokus auf die soziale und individuelle Entwicklung der Kinder. Ein gesundes Selbstbewusstsein, Selbstwert, Achtsamkeit, und Wertschätzung, sowie Verantwortungsbewusstsein gehören zu den Grundkompetenzen, die Kindern hier vermittelt werden. „Werte sind wie ein Kompass für Kinder“, sagt Diana Bartl, und „durch die Aneignung von Wertekompetenzen erhalten Kinder eine Orientierungshilfe, um sich in unserer Konsumgesellschaft besser zurechtzufinden.“ Besonders wichtig ist dabei, dass Kinder lernen, auf ihre eigenen Bedürfnisse zu achten und ihren Fähigkeiten zu vertrauen. Nur so machen sich Kinder frei vom Druck von außen.

„Wir führen unser Programm bewusst an Schulen durch!“, so Diana Bartl weiter. „Schule ist nicht nur der etablierte Lernort der Kinder, sondern auch Lebensort. In der Schule setzten sich die Kinder mit anderen Kindern auseinander, sie vergleichen sich und daraus entstehen nicht selten Konflikte.“ Dies bietet die Gelegenheit solche Situationen im Unterricht aufzugreifen und zum Thema zu machen. Durch die Auseinandersetzung mit Konfliktsituationen, negativen Emotionen, und das Erlernen von Strategien zur Konfliktbearbeitung kann Neid und Ausgrenzung vorgebeugt werden. Schule kommt deshalb eine wichtige Funktion in diesem Lernprozess zu.

„Kinder stark zu machen, ihnen zu helfen, tägliche Herausforderungen besser zu meistern, ist uns beim Deutschen Kinderhilfswerk wichtig. Diese Zielstellung sehen wir auch mit WERTvoll macht Schule verwirklicht und freuen uns, Partner einer Aktion zu sein, die Kindern den bewussten Umgang mit Geld, Konsum und Werbung nahebringt. Besonders die Herangehensweise des Programms, dies über die Vermittlung von Wertekompetenzen zu fördern und der Anspruch, den Gedanken der ‚Guten Tat‘ an Kinder weiterzugeben, hat uns gut gefallen. Kinder bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu unterstützen und zu stärken und ihnen einen Sinn für Gemeinschaft, Fairness und Toleranz zu vermitteln, ist auch unser Anliegen. Die Spendendosenaktion des Deutschen Kinderhilfswerks folgt ebenfalls dieser wunderbaren Idee des Miteinanders. Mit den Spenden, gesammelt an rund 40.000 Standorten bundesweit, ermöglichen wir vielen Kindern ein chancengerechtes Aufwachsen – gemäß dem Motto: Mit kleinen Beiträgen Gutes tun!“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes. 

Deutsches Kinderhilfswerk e.V.: Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 40 Jahren als Interessenvertreter für ein kinderfreundliches Deutschland bundesweit für die Rechte der Kinder und die Überwindung von Kinderarmut in Deutschland ein. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Schwerpunkte sind hierbei insbesondere die Kinderrechte, die Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen und die Überwindung von Kinderarmut in Deutschland. www.dkhw.de

 

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Wertevermittlung

Werte sind die Basis und Motivation für unser Handeln. Eine intensive Auseinandersetzung damit ist wichtig. Die Wertevermittlung bildet deshalb den ersten inhaltlichen Schwerpunkt in unseren Unterrichtsmaterialien.

Die Aneignung von Werten, die Kinder bei der Entwicklung eines gesunden Selbstwertgefühls unterstützen, die ihr Gemeinschaftsverhalten stärken und Hilfestellung zur Reflexion des eigenen Verhaltens geben, ist uns wichtig. Kinder sollen so in ihren individuellen und sozialen Kompetenzen gestärkt werden, dass sie in der Lage sind, selbstständig und verantwortungsvoll Entscheidungen zu treffen.

Beginnend mit dem Erforschen der eigenen Bedürfnisse und Wünsche, geben wir Kindern die Möglichkeit ganz bei sich zu sein, um herausfiltern zu können, was sie mögen und was nicht. Danach setzen sich die Kinder mit den Wünschen anderer Kinder auseinander. Zum einen kann dies eine Art Kontrollfunktion für die Kinder haben, beispielsweise wenn sie ihre eigenen Wünsche mit denen in anderen Ländern vergleichen. Der Vergleich mit anderen und welche Dinge für sie „wertvoll“ sind, kann hier durchaus sinnvoll sein, wenn es die eigene Wertschätzung fördert. Zum anderen werden dabei weitere Kompetenzen geschult, wie Empathiefähigkeit, Toleranz und die Fähigkeit, andere zu respektieren und zu achten, auch wenn ihre Wünsche und Werte andere als die eigenen sind.

Durch die Reflexion finden Kinder einen Weg ihre wertvollsten Wünsche und Anliegen festzulegen und lernen dabei, wie sie Prioritäten festlegen können. Gerade im Zusammenhang mit materiellen Wünschen ist dies wichtig. Denn nicht alle Wünsche lassen sich einfach verwirklichen. Geduld zu haben oder auch Verzicht zu üben, gehört zur Wertebildung dazu und verlangt dabei ein Stück Selbstdisziplin.

Ein weiterer Bereich der Wertevermittlung spricht die Gemeinschaftsfähigkeit und Hilfsbereitschaft der Kinder an. Sich als Teil einer Gesellschaft zu verstehen, bedeutet sich für diese auch einzusetzen und die Bedürfnisse anderer wahrzunehmen. Braucht ein kranker Freund etwas Unterstützung oder freut sich die Großmutter über einen netten Besuch des Enkels? Umsichtig durchs Leben zu gehen, ohne nur dem eigenen Egoismus zu folgen und dabei zu erfahren, wie schön es sein kann, für jemanden etwas Gutes zu tun, erleben die Kinder während der Durchführung des Unterrichtsprogramms von WERTvoll macht Schule.

Dies ist die beste Vorbereitung für den zweiten Schwerpunkt des Programms: die Finanzkompetenzen.

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Finanzkompetenzen

Kinder bekommen durch das Unterrichtsprogramm von WERTvoll macht Schule die Möglichkeit, den Umgang mit Geld, Konsum und Werbung zu üben und zu erlernen. Nach der Wertebildung, setzten wir inhaltlich deshalb mit der Vermittlung von Finanzkompetenzen fort. Schon ab der ersten Klasse können Schülerinnen und Schüler gut die ersten Zusammenhänge zwischen Geld, Konsum und Werbung verstehen.

Geld

Im Mittelpunkt der Finanzbildung steht zu Beginn das Herantasten der Kinder an Entwicklung und Funktion von Geld als Währung. Dabei lernen sie die verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten kennen und erarbeiten die Vor- und Nachteile von Tauschhandel. Auch das Zusammenstellen von unterschiedlichen Geldsummen, Geld wechseln und das Herausgeben von Wechselgeld gehört dazu. Außerdem sollen Kinder die Sicherheitsmerkmale von Geld benennen können und unterschiedliche Aufbewahrungsorte kennenlernen. Ziel ist es, dass Kinder einen sicheren Umgang mit Geld erlernen, um später gute finanzielle Entscheidungen für sich treffen zu können, die den Rahmen der eigenen Möglichkeiten nicht übersteigen. Das KinderCash-Sparschwein hilft bei der Verwaltung des Geldes, indem man es in die Fächer „Ausgeben, Sparen, Investieren und Gute Tat“ aufteilt. Dabei eröffnet sich auch die Möglichkeit, Geld in verschieden großen Zeitintervallen zu verplanen.

Werbung und Konsum

Kinder sollen durch die gezielte Auseinandersetzung mit Werbung und das eigene Entwerfen von Werbung zu kompetenteren Konsumenten werden und lernen, die unzähligen Angebote kritisch zu hinterfragen. Durch das Kennenlernen von Werbung und das gezielte Hinschauen soll das Bewusstsein für Werbung geschärft werden.

Wunscherfüllung und Verzicht

Durch die Reflexion und Auseinandersetzung mit den eigenen Wünschen und den grundlegenden Bedürfnissen eines Menschen erfahren Kinder schließlich, wie sie Prioritäten festlegen, mit ihren begrenzt zur Verfügung stehenden Mitteln haushalten können und welche Dinge tatsächlich erfüllbar sind und auf was sie vielleicht verzichten müssen. Auch hier kommen die gelernten Wertekompetenzen direkt zur Anwendung, wenn es um die Erfüllung der materiellen Wünsche geht.

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