WERTvoll macht Schule

Volle Kraft voraus! Dank der Sparkasse Fürth starten die ersten Grundschulen

Januar 2018 – Mit Pauken und Trompeten oder vielmehr mit Xylophon und Gesang, empfingen uns die Kinder der Adalbert-Stifter-Grundschule Fürth mit einem eigens einstudierten Lied zum Thema „Meine Wünsche“ am Tag der Spendenübergabe.

Nachdem bereits am Vortag die Lehrkräfte einen Einblick in Inhalt und Funktionsweise der neuen Unterrichtsmaterialien erhielten und Eltern sich über das Programm und die Umsetzung zuhause informieren konnten, ging es am Donnerstagmorgen auch für die Schülerinnen und Schüler der Adalbert-Stifter-Grundschule endlich los. Es war ein ganz besonderer Tag für die Schülerinnen und Schüler. Denn als erste Grundschule in Fürth, dem Sitz der Initiative WERTvoll macht Schule (ehemals: Projekt KinderCash), nimmt nun die Adalbert-Stifter-Grundschule an unserem Programm zur Vermittlung von Werte- und Finanzkompetenzen teil.

Sparkasse Fürth ermöglicht Programmstart
Dies ist dank unserer Projekt- und Schulpaten möglich, die sich direkt vor Ort für unser Projekt stark machen: Die Sparkasse Fürth setzt sich schon lange dafür ein, dass Kinder einen guten Umgang mit Geld, Konsum und Werbung lernen. Dank der finanziellen Unterstützung konnte WERTvoll macht Schule auch hier in Fürth zum ersten Mal starten. Damit fungiert die Adalbert-Stifter-Grundschule als „Wegbereiter“ für weitere Schulen in der Region, die die Möglichkeit haben, an dem Programm teilzunehmen, so Markus Braun, Bürgermeister der Stadt Fürth.

„Fürs Leben lernen“
Voller Spannung erwarteten die 240 Kinder der Fürther Grundschule die Überreichung ihrer neunen Sparschweine. Schulleiterin Angelika Wolf findet das transparente Sparschwein einfach toll und auch Andreas Eichinger, stellvertretender Vertriebsleiter der Sparkasse Fürth, erinnert sich, wie stolz er war, als er sein erstes gefülltes Sparschwein schlachten konnte. Doch es kommt nicht nur auf das richtige Einteilen des Geldes an. Um gut in ein selbstständiges und erfülltes Leben zu starten, benötigen Kinder eine Reihe von Kompetenzen. Bürgermeister Braun bringt es auf den Punkt: Eine gelungene Werte- und Finanzbildung bedeutet „fürs Leben zu lernen“! Für die Rektorin der Adalbert-Stifter-Grundschule ist dies besonders wichtig und sie ist froh, dass WERtvoll macht Schule mit seinen Programminhalten Lehrkräfte bei dieser Aufgabe unterstützt. Grundschulen haben eine wichtige Funktion in diesem Bereich und legen die Basis für den späteren Werdegang jedes einzelnen Schülers – eine besondere Verantwortung. Zu lernen „eigene Wünsche zu definieren und Prioritäten zu setzen, sind dabei erste Schritte, um die gesteckten Ziele zu erreichen“, davon ist Herr Eichinger von der Sparkasse Fürth überzeugt.

Engagement von Fürther Pädagoginnen
Doch nicht nur für die Schülerinnen und Schüler war es ein aufregender Tag in Fürth. Auch für das Team von WERTvoll macht Schule war es ein besonderes Ereignis. Berührt von der wahnsinnig tollen Unterstützung durch die Stadt Fürth und unseren Projektpaten Bürgermeister Markus Braun, sowie unserem Schulpaten, der Sparkasse Fürth, durften wir stolz die „Macherinnen“ hinter unseren frisch überarbeiteten und weiterentwickelten Unterrichtsmaterialien präsentieren. Die Pädagoginnen Pamela Strauß und Julia Kürschner, selbst Lehrkräfte an der Fürther Grundschule, haben ihr ganzes fachliches Wissen eingebracht, damit unsere Unterrichtseinheiten noch besser werden. Dabei haben sie viel Wert darauf gelegt, dass die Themen so ausgestaltet sind, dass sie nicht nur spannend für Kinder gestaltet sind, sondern auch für Lehrerinnen und Lehrer praktikabel bleiben. Die Schulleiterin der Adalbert-Stifter-Grundschule kann dies nur bestätigen: „Das Programm beinhaltet wichtige Themen des neuen Lehrplans und lässt sich problemlos in den täglichen Unterricht integrieren.“:

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten und verbleiben in Begeisterung!

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WERTvoll gedacht – Unser Magazin für Eltern

Januar 2018 – Bei WERTvoll macht Schule ist es uns besonders wichtig, dass wir uns stets weiterentwickeln und verbessern. Für Schulen und Lehrkräfte sind gerade unsere Unterrichtsmaterialien überarbeitet und weiterentwickelt worden. Genauso wichtig ist es uns, Eltern entsprechend zu unterstützen. .

Begleitend zu den Informationsveranstaltungen für Eltern, die zu Beginn der Durchführungsphase des Unterrichtsprogramms an jeder Schule angeboten werden, wollten wir Eltern gerne etwas mitgeben, das auch später zuhause Hilfestellung bei der Umsetzung bietet.

In unserem neunen Magazin „WERTvoll“ finden Eltern interessante Informationen und Tipps für die Praxis rund um die Themen Taschengeld und Gelderziehung.

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Werte- und Finanzbildung für Kinder – das Spielzeug

Juli 2017 – Spiel, Spaß, Spannung – für Kinder sind Spielwaren ein aufregendes Unterfangen. Von Würfeln und Murmeln bis zu abenteuerlichen Baukästen und Fahrzeugen ist alles möglich. Mit Spielzeug verbinden sich wunderbare Momente der Kindheit, von denen sich noch im Erwachsenenalter zehren lässt. Viele ausgewachsene Kinder haben immer noch einen speziellen Platz für ihr Stofftier – zumindest im Herzen.
Das internationale Fachmagazin der Spielwarenbranche „das Spielzeug“ berichtet in seiner neuesten Ausgabe über WERTvoll macht Schule (ehemals: Projekt KinderCash) und betont die Wichtigkeit der frühen Vermittlung von Werte- und Finanzkompetenzen an Kinder. Gerade im Zusammenhang mit Spielwaren sind diese Kompetenzen von entscheidender Bedeutung. Spielen und die passenden Utensilien stehen bei Kindern selbstverständlich hoch im Kurs. Und so sind Spielwaren auch während der Durchführung von WERTvoll macht Schule an Schulen ein gängiges Thema. Denn bei all der Auswahl und dem rasenden Tempo neuerscheinender Produkte müssen und können Kinder schon früh einiges lernen, beginnend damit, dass die verzückenden Spielzeuge nicht umsonst ihren Weg ins Kinderzimmer zuhause finden. Spielwaren kosten Geld und so lassen sich nicht alle Spielträume erfüllen oder brauchen etwas Zeit, Geduld und Disziplin, bis sie sich verwirklichen lassen. Gleichzeitig bedeutet einen eigenen Spiele-Park zu besitzen nicht, dass man mehr Spaß hat oder eine höhere Wertschätzung für die Dinge hat. Am Beispiel von Spielwaren lässt sich veranschaulichen, dass ein guter Umgang mit Geld, Konsum und Werbung wichtig ist und darüber hinaus, dass sich verantwortungsbewusstes und vorausschauendes Handeln nicht nur auszahlt, sondern auch die unbeschwerte Freude am Spielzeug erhält.

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Statussymbole – Die Vergänglichkeit von Trends

Vom Luxus zum Unterstatement. Statussymbole sind in unserer Gesellschaft fest etabliert. Und so schmücken wir uns gerne mit den Dingen, die uns Anerkennung und Zugehörigkeit versprechen. Statussymbole sind eine Form der Demonstration, ein optisches Merkmal, das anderen einen Eindruck davon vermitteln soll, welchen Platz wir in der Gesellschaft einnehmen. Und nicht nur das! Mit Hilfe von Statussymbolen können wir ebenso vortäuschen, dass wir den Kriterien entsprechen und dazugehören. Solange wir die richtigen Symbole verwenden. Doch genauso, wie die Mode, unterliegen Statussymbole Veränderungen. Sie folgen Trends und so können wir beobachten, dass die Statussymbole von einst ihre Bedeutung verlieren und von einer neuen Generation abgelöst werden.

Inflation und Trends von Statussymbolen

Gerade am Beispiel der Mode zeigt sich die Vergänglichkeit von Statussymbolen. Ist es die Jeans einer besonderen Marke, die mir die Beliebtheit garantiert? Sind es die blinkenden Schuhe? Ist es das aus Naturbaumwolle hergestellte T-Shirt des neuen Ökö-Labels? Wer seine gesellschaftliche Zugehörigkeit gewährleisten möchte, muss folglich im Trend bleiben oder besser noch, wird zum Trendsetter, während die Masse versucht mitzuhalten.

Statussymbole und Sozialprestige

Statussymbole repräsentieren die unterschiedlichsten Eigenschaften. Dazu zählen, Reichtum, Macht, Bildung, Bekanntheit oder Beliebtheit. Welche Statussymbole wir wählen, ist abhängig davon, welche Wertschätzung wir einem bestimmten Status in der Gesellschaft beimessen, also was wir für erstrebenswert halten. Dies ist keinesfalls objektiv. Die Wahrnehmung verändert sich nicht nur über Raum und Zeit, sondern kann auch innerhalb einer Gesellschaft von Schicht zu Schicht oder Altersklassen variieren. So messen Großvater und Enkel wahrscheinlich nicht dem selben Status oder den gleichen Dingen große Wertschätzung bei. Und was dem einem die Mitgliedschaft im Golfclub ist, mag für den anderen der Besitz des neuesten Smartphones sein.

Von Zeptern und Stoffen

Im Unterschied zur modernen Gesellschaft, in der sich die meisten Statussymbole auf materielle Güter beschränken, waren Statussymbole früher nur dann überhaupt „erwerblich“, wenn man einem bestimmten Status bereits hatte. Dazu gehörten der Monarch und sein Zepter oder das Tragen eines Titels im Namen. Auch waren bestimmte Farben und Stoffe der Kleidung nur den oberen Schichten vorbehalten. Insofern ist der Zugang zu den meisten Statussymbolen heute deutlich einfacher. In der Regel lassen sich die meisten Statussymbole mit ausreichend Geld käuflich erwerben.

Klassiker der Statussymbole

In den letzten Jahrzehnten war es eben gerade das Geld, viel Geld, welches als Schlüsselelement für den Erwerb der „richtigen“ und begehrten Statussymbole galt. Statussymbole waren gleichgesetzt mit Luxusgütern: Teuer, auffällig, und im Zweifelsfall mit der nötigen Extraausstattung. Diamantenbesetzte Zeitmesser, Seidenschals eines Luxuslabels, Kroko-Handtasche mit passendem Reiseaccessoires, Yachten, Autos, Villen, Clubmitgliedschaften und vieles mehr – die Klassiker der Statussymbole zeigen vor allem, wer es sich leisten kann und wer nicht.

Gesund, nachhaltig und voller Technik

Mittlerweile können wir feststellen, dass hier ein Umdenken geschieht. Die neuen Statussymbole sind andere. Studien weisen beispielsweise darauf hin, wie sich die Bedürfnisse von Jugendlichen diesbezüglich geändert haben. Das Fahrrad hat so für manche mehr Symbolkraft, denn es repräsentiert, anders als die Limousine, einen Lebensstil, der umweltfreundlicher, nachhaltiger und gesundheitsbewusster ist. Die neuen Schlagwörter sind „Vintage“ und „recyclebar“. Für viele Konsumenten ist es nun wichtiger, dass eine Marke eine „Consciousness“, also ein Bewusstsein dafür besitzt, „fair“ und „clean“ zu produzieren, als Wohlstand zu repräsentieren. Daneben hat der Bereich Technik, die Digitalisierung, Vernetzung und der kompetente Umgang mit neuen Medien, einen besonders hohen Stellenwert. Damit verbunden, ist die Flexibilisierung der Arbeitswelt. Sich seinen Arbeitsort aussuchen zu können oder einfach nur mehr Zeit zu haben, wird zum neuen Luxus und verdrängt den Besitz von klassischen Luxusgütern. Doch ist es wirklich so einfach?

Zukunft ohne Luxus?

In einem TV-Spot bewarb ein Automobilhersteller sein Produkt mit dem Slogan: „Das Statussymbol für alle, die kein Statussymbol brauchen!“ In gewisser Weise trifft dies auf die neue Generation von Statussymbolen zu. Sie sind dezenter geworden und tragen nicht mehr so auf, wie die funkelnden Klassiker der Statussymbole. Sie folgen einem Understatement, bei dem der Inhalt wichtiger wird, als der äußere Schein. Reichtum ist nicht mehr die oberste Maxime, sondern ein achtsamer und bewusster Lifestyle. Wenn wir genauer hinsehen, ist auch dies mitunter ein teures Unterfangen. Denn wer mit Tablet, Smartphone und Bioprodukten seinen Status entsprechend aussagekräftig symbolisieren möchte, muss es sich durchaus etwas kosten lassen. Es ist also fragwürdig, ob wir uns vom Luxus tatsächlich verabschiedet haben.

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Statussymbole bei Kindern – Risiken und Auswege

Das muss ich unbedingt haben! Meine Freunde haben auch alle eines. Früher oder später haben die meisten Eltern das schon einmal von ihren Kindern gehört. Dieses unbeschreibliche Verlangen, die Sehnsucht nach dem neuesten Smartphone, den tollsten Sneakern, der schönsten Barbie, mit dem dazugehörigen Haus und der Extra-Ausstattung. Statussymbole, die beinahe überlebenswichtig scheinen, sind keine Errungenschaft des Erwachsenwerdens. Sie existieren bei Kindern gleichermaßen.

 

Im Trend liegen
Auch wenn sich die Objekte der Begierde mit dem Alter verändern, sind Kinder doch keineswegs davor gefeit, den gängigen Statussymbolen nachzugeben und ihren Besitz anzustreben. Dahinter steht das menschliche Bedürfnis nach Anerkennung. Kinder wollen von ihrem Umfeld, von Freunden und Schulkameraden akzeptiert werden. Statussymbole sind in der heutigen Konsumgesellschaft ein adäquates Hilfsmittel, um sich diesem Ziel anzunähern. Mit Trends und Marken symbolisiert man anderen, dass man dazugehört, denn nichts wäre schlimmer als Ausgrenzung. Doch es gibt ein Verfallsdatum auf Statussymbole, bei denen es sich heutzutage hauptsächlich um materielle Güter handelt. Und so etabliert sich schnell ein Wettlauf, denn kein Trend, keine Mode hält sich besonders lange. Nachdem die Spielwaren-Kollektion vervollständigt ist, folgen Spielekonsole, Handy, neueste Rucksäcke und Kleidung, und alle werden in der nächsten Saison von einem neuen Modell abgelöst.

Statussymbole und Konsum
Die Fokussierung auf Statussymbole kann schnell negative Auswirkungen haben. Zum einen sind besonders Familien mit geringeren finanziellen Mitteln betroffen. Denn um mithalten zu können, braucht man Geld. Es bringt erhebliche Kosten mit sich, wenn man sich diese Träume erfüllen und jedem Trend folgen will, und damit die Gefahr, über die eigenen Verhältnisse zu leben. Zum anderen wird mit dem Erwerb von Statussymbolen häufig kompensiert, was durch Konsum nur kurzfristig zu erlangen ist: ein „Upgrade“ auf den eigenen Selbstwert. Statussymbole vermitteln nicht nur anderen, dass man wertvoll ist, sie bekräftigen diesen Wert auch für das eigene Ich. Dies betonen besonders Studien zu Armutsfolgen bei Kindern: „Konsum stiftet Teilhabe und subjektiven Lebenssinn und stellt für Familien und Kinder oft das zentrale Medium der Statusdemonstration und Selbstwertschöpfung dar.“ Werbung fördert ein reges Konsumverhalten und suggeriert dem Konsumenten – also auch Kindern – was neu, angesagt, noch besser und schöner ist. Doch nicht nur das – sie transportiert auch Werte unserer Gesellschaft. Sie zeigt uns, was es braucht, um glücklich, zufrieden und erfolgreich zu sein. Und so können schon Frühstückscerealien Erstaunliches bewirken.

Kinder unter Druck
Zwar sind Kinder in Armut ungleich schwerer betroffen, doch Wohlstand bewahrt nicht davor, die Welt nach Besitz, Aussehen und Ansehen zu bewerten und sich selbst danach bewerten zu lassen. Für Kinder kann dies einen enormen Druck bedeuten, der im Extremfall bis zum Mobbing geht. Ebenso kann es für Eltern zur Belastung werden, ständig hin und her gerissen zu sein: Da ist einerseits der Wunsch, ihr Kind zu unterstützen und vor Schaden zu bewahren. Und andererseits die Frage, ob man jedem Begehren und Kaufwunsch sofort nachgeben muss – oder das überhaupt kann.

Bewusst handeln
Doch es gibt auch eine gute Nachricht. Zwar haben Statussymbole einen festen Platz in unserer Gesellschaft, aber Kinder können lernen, damit umzugehen. Das gesamte Umfeld eines Kindes kann dabei unterstützend wirken. Erwachsene, insbesondere Eltern, fungieren als Vorbilder, deren Handeln, Weltanschauungen und eigene Wünsche von Kindern wahrgenommen, interpretiert und übernommen werden. Neben den Dingen, die Kinder aktiv lernen, geschieht dies meist unbewusst. Genau an diesem Punkt lässt sich ansetzen, indem Denken und Handeln bewusster werden. Kinder brauchen die Möglichkeit, sich intensiv mit ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen auseinanderzusetzen. Dazu gehört, dass sie diese genauer zu bestimmen und auch zu hinterfragen lernen. So lassen sich Motive und Ursprünge identifizieren, die zur Entstehung eines Wunsches führen. Das trifft nicht nur auf Grundbedürfnisse wie Liebe, Geborgenheit, Gesundheit und Freundschaften zu, sondern in besonderem Maß auf Konsumwünsche. Deshalb ist es wichtig, Kinder über Strategien und Taktiken der Werbung aufzuklären und Grundkompetenzen aufzubauen, die einen klugen und verantwortungsvollen Umgang mit Geld zum Ziel haben. So kann ein reflektiertes und selbstbestimmtes Konsumverhalten bei Kindern angeregt werden.
Ein weiterer, noch bedeutenderer Aspekt ist es, dass Kinder lernen, ihren eigenen Wert und die Wertschätzung anderer nicht von Besitz abhängig zu machen. Dazu gehört ein guter Umgang miteinander, der auf Respekt, Toleranz und Empathie basiert. Situationen, in denen sozialer Druck und Konflikte für Kinder entstehen, müssen aufgegriffen und mögliche Lösungsstrategien aufgezeigt werden. Ebenso sollten Fähigkeiten und Talente von Kindern hervorgehoben und gefördert werden, die den Fokus von Äußerlichkeiten abwenden. Dies kann in der Schule und zuhause im Alltag gleichermaßen geschehen.

Durch das Umfeld lernen
Erwachsene können den Lernprozess der Kinder positiv begleiten, indem sie ihre eigenen Bedürfnisse und Verhaltensmuster, gerade in Bezug auf Konsum, ergründen und definieren. Die Sensibilisierung für die Problematik und ein Umdenken in der Bewertung von Statussymbolen erzielen Eltern am besten dadurch, dass sie zuerst bei sich selbst genauer hinsehen und sich klarmachen, welche Werte sie an die nächste Generation weitergeben.

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Statussymbole – Oder die Suche nach Anerkennung

Mein Haus, mein Auto, mein Boot! – so kokett wurde vor ein paar Jahren in einem TV-Spot für Geldanlagen geworben. Die Werbung verpackte mit charmantem Witz ein Gefühl, das wohl vielen bekannt vorkommt, auch wenn es nicht unbedingt die eigene Yacht sein muss: das Bedürfnis, etwas vorweisen zu können, etwas erreicht zu haben, jemand zu sein, schlummert wohl in jedem von uns. Doch was bedeutet das eigentlich? Und wieso legen wir in unserer Gesellschaft Wert auf Statussymbole?

Statussymbole und Gesellschaft
Die „Gesellschaft“ ist nicht einfach eine chaotische Masse, sondern sie ist durch viele Regeln, Kategorien und Klassifizierungen geprägt – sozusagen die „Schubladen“ unserer Gesellschaft. Auf diese ist Gesellschaft auch durchaus angewiesen, denn in der Interaktion mit anderen Menschen brauchen wir einen Orientierungsrahmen. So gibt es bestimmte Muster, wie wir uns in einer Gruppe verhalten, wie wir unsere Ausdrucksweise, unser Benehmen oder Aussehen gestalten. Allein schon Sprache erlaubt Rückschlüsse auf die Herkunft oder das Bildungsniveau eines Menschen.

Die Wertigkeit von Merkmalen
Wie in einer Gesellschaft bestimmte Merkmale, etwa Bildung, bewertet werden und welche als erstrebenswert gelten, ist abhängig von den Werten, die eine Gesellschaft prägen. Diese Merkmale oder auch Statuskriterien reichen von Alter, Geschlecht, Herkunft bis zu Bildung, Beruf, Besitz, Macht oder auch persönlichen Eigenschaften. Sehen wir bei Menschen, die
älter sind, einen größeren Erfahrungsschatz und Wissen, die mehr Achtung verdienen? Ist ein Doktortitel respektabler als ein Hauptschulabschluss? Genießt ein Arzt mehr Ansehen als ein Busfahrer, der Kinder sicher von der Schule nach Hause bringt? Wie bewerten wir die Kleidung eines Menschen? Ist die glamouröse Birkin Bag wertvoller als die Jutetasche des Ökoladens um die Ecke?

Gesellschaft misst jedem dieser Merkmale einen Wert zu. Dieser Wert steht durchaus nicht fest, er kann sich im Laufe der Zeit verändern oder regional unterscheiden. Nehmen wir beispielsweise die Figur einer Frau. Üppige Rundungen galten für Rubens als Schönheitsideal und Ausdruck von Reichtum. Mit einer sich verändernden Gesellschaft veränderte sich auch dies im Lauf der Zeit und die Rubensfigur wurde durch eine Size Zero-Figur abgelöst. Dagegen gilt in Mauretanien auch heute weibliche Körperfülle als Statussymbol. Je nachdem, in welchem sozialen Kontext wir uns also befinden, gelten unterschiedliche Sets von Statuskriterien.

Die Rolle der Gruppe
Der soziale Kontext oder eben die Gruppe ist dabei ein entscheidendes Element. Denn erst im Miteinander entfalten diese Merkmale ihre volle Wirkung. Einschätzung und Bewertung im Kollektiv setzen den Maßstab dafür, was Anerkennung verdient und wichtig ist. Wären wir alleine auf dieser Welt, wäre es dagegen völlig unerheblich, ob wir reich, gebildet, mächtig wären oder „aus gutem Hause“ kämen. Erst im Vergleich mit anderen gibt es auch ein besser und schlechter. Nur in der Gruppe entsteht eine Hierarchie, in der jeder Einzelne eine bestimmte Position einnimmt. Andere erwarten von jemandem mit diesem bestimmten Status auch ein bestimmtes Verhalten.

Der Arzt und der Busfahrer 
Kehren wir also zu dem Arzt und dem Busfahrer als Beispiele zurück: Von einem Arzt erwarten wir eine eloquente Ausdrucksweise, gute Allgemeinbildung und exzellentes Fachwissen. Zudem stellen wir uns einen Arzt, wenn er nicht gerade seinen weißen Kittel trägt, wohl in einem feinen Anzug mit den passenden italienischen Schuhen und der entsprechenden Uhr vor. Dies lässt sich weiter ausdehnen auf ein schnelles, teures Auto, das Bild einer vorzeigbaren Familie im gepflegten Eigenheim oder den Luxusurlaub in einem exotischen Paradies. Dem Busfahrer dagegen sprechen wir wahrscheinlich weniger Bildung zu, eine bodenständigere Art zu sprechen und sich zu kleiden, weniger finanzielle Mittel und ein geringeres berufliches Ansehen. Außerdem sehen wir den Busfahrer vielleicht eher in einer gemütlichen Wohnung oder in der Kleingarten-Kolonie beim Grillen. Sehr überspitzt sollen diese beiden Beispiele zeigen, welche Erwartungen mit einem bestimmten Status verbunden sein können. Und diese Erwartungen wollen erfüllt, die gesellschaftliche Rolle ausgefüllt werden.

Die Funktion von Statussymbolen
Warum streben Menschen überhaupt danach, eine bestimmte Rolle auszufüllen, ihr zu entsprechen? Ganz einfach: Dahinter steht das natürliche Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Anerkennung. Der Soziologe William I. Thomas beispielsweise zählt die Anerkennung zu den grundlegenden Wünschen jedes Menschen. So ist es nachvollziehbar, dass wir uns diesen Wunsch zu erfüllen versuchen, indem wir den Erwartungen an unsere Rolle entsprechen. Statussymbole haben hier eine wichtige Funktion. Das schnelle Auto, das große Haus oder der Doktortitel haben symbolische Wirkung. Mit ihrer Hilfe demonstrieren wir, welchen Status wir in einer Gesellschaft einnehmen. So wird es für andere leichter, uns zu bewerten und einzuschätzen. Doch im Vergleich mit anderen haben sie noch eine weitere Funktion: Sie spiegeln nämlich nicht nur wider, welchen Status wir innehaben, sondern auch, welchen wir gerne hätten – zu welcher Gruppe wir gerne gehören oder in welchen Kreisen wir gerne verkehren würden. Menschen sind bestrebt, sich nach außen möglichst gut darzustellen, denn wer möchte schon gerne das Schlusslicht sein? Und so schmücken wir uns mit den Statussymbolen, die in unserer Gesellschaft als besonders wertvoll gelten. Anders formuliert: Wir erhoffen uns davon hohes Ansehen. Manchmal bedeutet dies, dass wir unser letztes Geld zusammenkratzen, um vor der Tür den schönen Wagen stehen zu haben oder auch nur das neueste Handy zu besitzen. Die Belohnung ist die Anerkennung und Wertschätzung durch das Umfeld, dem wir uns als erfolgreicher, glücklicher oder zumindest ebenbürtig darstellen.

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Projektpaten

Lernen Sie unsere Projektpaten kennen! Mit ihrer Spende finanzieren sie Schulen im ganzen Bundesgebiet. Gerade durch die großzügigen Spenden unserer Paten ist es möglich, das Unterrichtsprogramm auch an jenen Schulen und in Regionen durchzuführen, die einen besonders hohen Bedarf haben.

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Schulpaten

Ob regionaler Handelsbetrieb, deutschlandweit oder international agierendes Unternehmen – Unsere Schulpaten setzen sich gezielt für eine Schule ein, die ihnen besonders am Herzen liegt.

Unsere Schulpaten haben eine enge Verbindung zu den geförderten Schulen. Bei ihren Schulbesuchen und ihrer Teilnahme an den Vorbereitungsveranstaltungen für das Unterrichtsprogramm ist dies deutlich spürbar. Die Identifikation der Paten mit den einzelnen Schulen ist eine besondere Bereicherung für das Programm. Mit ihrem Einsatz geben unsere Schulpaten etwas zurück an ihre Gemeinschaft und fördern so die nächste Generation vor Ort.

Unsere Schulpaten:

  • Inkasso Birk Hechingen
  • System Inkasso München
  • VR-Bank Bayreuth
  • VR Fürth Uffenheim Neustadt
  • VR München Land
  • VR Ismaning Halbergmoos Neufahrn
  • Sparda Bank Ost-Bayern
  • Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost
  • IGP Inkasso Gumbert Passau
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Sie möchten uns unterstützen?

Als Projektpate und Multiplikator von WERTvoll macht Schule unterstützen Sie eine starke und nachhaltige Idee. Unsere Kinder sind die Erwachsenen von morgen. In die Bildung der Kinder zu investieren bedeutet zugleich, die gesamte Gesellschaft zu stärken.

Projektpaten/Förderer

Sie möchten gerne WERTvoll macht Schule und die Vermittlung von Werte- und Finanzkompetenzen an Grundschulen fördern. Als Projektpate bzw. Förderer stärken Sie den Ausbau unseres Unterrichtsprogramms im ganzen Bundesgebiet.

Netzwerk

Sie haben eine gute Idee, wie WERTvoll macht Schule noch besser werden kann. Oder Sie möchten uns helfen, unsere Ziele zu erreichen, indem Ihr Verein, Unternehmen oder Ihre Stiftung sich für die Initiative engagieren und als Multiplikator fungieren. Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und Ideen und besprechen mit Ihnen gerne die Details einer möglichen Zusammenarbeit.

So profitieren Sie als Pate!

• Mehrwert durch Investition in Bildung
• Ihr soziales Engagement wird bundesweit bekannt
• Nutzung Ihres Engagements für die eigene Öffentlichkeitsarbeit

Unsere Patenbroschüre

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen rund um unsere Bildungsinitiative zum Download.

Machen Sie mit!

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf und wir erläutern Ihnen gerne die Details und den Ablauf des Programms. Um die Kommunikation mit den Schulen brauchen Sie sich nicht zu kümmern, das übernehmen wir für Sie. Wir unterstützen Sie auch gern dabei, Ihr soziales Engagement der Öffentlichkeit bekannt zu machen.

 

Haben Sie noch Fragen zum Programm?

Dann rufen Sie uns an unter 0911 / 97 64 66 24
oder schicken Sie uns eine E-Mail an info@wertvoll-macht-schule.de

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Jetzt spenden und Pate werden!

Werden Sie heute ein Spendenpate von WERTvoll macht Schule und unterstützen Sie so Kinder mit der Vermittlung von Werte- und Finanzkompetenzen an Grundschulen. Unsere Kinder sind die Erwachsenen von morgen. In die Bildung der Kinder zu investieren, bedeutet zugleich, die gesamte Gesellschaft zu stärken.

Unser Spendenkonto:

IBAN: DE68 7002 0500 0016 70500

Bank für Sozialwirtschaft

BIC: BFSWDE33MUE

Was wird mit den Spenden finanziert?

Mit Hilfe der Spendengelder ermöglichen wir die Finanzierung des Unterrichtsprogramms und der Durchführung an den Schulen. Dies beinhaltet die Ausstattung jeder teilnehmenden Schulen mit den Unterrichtsmaterialien und sowie die projektbezogene Vor- und Nachbearbeitung und Weiterentwicklung. Ebenfalls werden Workshops und Informationsabenden von Spenden getragen.

Wir sehen es als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Kinder gut auf die Welt vorzubereiten. Wir finanzieren unser kostenloses Unterrichtsprogramm ausschließlich durch Spenden. Wir sind unabhängig und arbeiten mit Partnern zusammen, die unsere Werte vertreten. Als gemeinnützige Bildungsinitiative achten wir auf eine flache Kostenstruktur. Dank der Digitalisierung des Programms können wir unsere Reichweite auf eine nachhaltige und kostensparende Weise steigern.

Wie finanzieren wir uns?

WERTvoll macht Schule finanziert sich ausschließlich aus Spenden. So wird gewährleistet, dass wir unabhängig und werbefrei arbeiten können. Ziel ist es, das Unterrichtsprogramm an möglichst vielen Schulen anbieten zu können, insbesondere in strukturell schwächeren Regionen.

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