WERTvoll macht Schule

Wertevermittlung

Werte sind die Basis und Motivation für unser Handeln. Eine intensive Auseinandersetzung damit ist wichtig. Die Wertevermittlung bildet deshalb den ersten inhaltlichen Schwerpunkt in unseren Unterrichtsmaterialien.

Die Aneignung von Werten, die Kinder bei der Entwicklung eines gesunden Selbstwertgefühls unterstützen, die ihr Gemeinschaftsverhalten stärken und Hilfestellung zur Reflexion des eigenen Verhaltens geben, ist uns wichtig. Kinder sollen so in ihren individuellen und sozialen Kompetenzen gestärkt werden, dass sie in der Lage sind, selbstständig und verantwortungsvoll Entscheidungen zu treffen.

Beginnend mit dem Erforschen der eigenen Bedürfnisse und Wünsche, geben wir Kindern die Möglichkeit ganz bei sich zu sein, um herausfiltern zu können, was sie mögen und was nicht. Danach setzen sich die Kinder mit den Wünschen anderer Kinder auseinander. Zum einen kann dies eine Art Kontrollfunktion für die Kinder haben, beispielsweise wenn sie ihre eigenen Wünsche mit denen in anderen Ländern vergleichen. Der Vergleich mit anderen und welche Dinge für sie „wertvoll“ sind, kann hier durchaus sinnvoll sein, wenn es die eigene Wertschätzung fördert. Zum anderen werden dabei weitere Kompetenzen geschult, wie Empathiefähigkeit, Toleranz und die Fähigkeit, andere zu respektieren und zu achten, auch wenn ihre Wünsche und Werte andere als die eigenen sind.

Durch die Reflexion finden Kinder einen Weg ihre wertvollsten Wünsche und Anliegen festzulegen und lernen dabei, wie sie Prioritäten festlegen können. Gerade im Zusammenhang mit materiellen Wünschen ist dies wichtig. Denn nicht alle Wünsche lassen sich einfach verwirklichen. Geduld zu haben oder auch Verzicht zu üben, gehört zur Wertebildung dazu und verlangt dabei ein Stück Selbstdisziplin.

Ein weiterer Bereich der Wertevermittlung spricht die Gemeinschaftsfähigkeit und Hilfsbereitschaft der Kinder an. Sich als Teil einer Gesellschaft zu verstehen, bedeutet sich für diese auch einzusetzen und die Bedürfnisse anderer wahrzunehmen. Braucht ein kranker Freund etwas Unterstützung oder freut sich die Großmutter über einen netten Besuch des Enkels? Umsichtig durchs Leben zu gehen, ohne nur dem eigenen Egoismus zu folgen und dabei zu erfahren, wie schön es sein kann, für jemanden etwas Gutes zu tun, erleben die Kinder während der Durchführung des Unterrichtsprogramms von WERTvoll macht Schule.

Dies ist die beste Vorbereitung für den zweiten Schwerpunkt des Programms: die Finanzkompetenzen.

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Finanzkompetenzen

Kinder bekommen durch das Unterrichtsprogramm von WERTvoll macht Schule die Möglichkeit, den Umgang mit Geld, Konsum und Werbung zu üben und zu erlernen. Nach der Wertebildung, setzten wir inhaltlich deshalb mit der Vermittlung von Finanzkompetenzen fort. Schon ab der ersten Klasse können Schülerinnen und Schüler gut die ersten Zusammenhänge zwischen Geld, Konsum und Werbung verstehen.

Geld

Im Mittelpunkt der Finanzbildung steht zu Beginn das Herantasten der Kinder an Entwicklung und Funktion von Geld als Währung. Dabei lernen sie die verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten kennen und erarbeiten die Vor- und Nachteile von Tauschhandel. Auch das Zusammenstellen von unterschiedlichen Geldsummen, Geld wechseln und das Herausgeben von Wechselgeld gehört dazu. Außerdem sollen Kinder die Sicherheitsmerkmale von Geld benennen können und unterschiedliche Aufbewahrungsorte kennenlernen. Ziel ist es, dass Kinder einen sicheren Umgang mit Geld erlernen, um später gute finanzielle Entscheidungen für sich treffen zu können, die den Rahmen der eigenen Möglichkeiten nicht übersteigen.

Werbung und Konsum

Kinder sollen durch die gezielte Auseinandersetzung mit Werbung und das eigene Entwerfen von Werbung zu kompetenteren Konsumenten werden und lernen, die unzähligen Angebote kritisch zu hinterfragen. Durch das Kennenlernen von Werbung und das gezielte Hinschauen soll das Bewusstsein für Werbung geschärft werden.

Wunscherfüllung und Verzicht

Durch die Reflexion und Auseinandersetzung mit den eigenen Wünschen und den grundlegenden Bedürfnissen eines Menschen erfahren Kinder schließlich, wie sie Prioritäten festlegen, mit ihren begrenzt zur Verfügung stehenden Mitteln haushalten können und welche Dinge tatsächlich erfüllbar sind und auf was sie vielleicht verzichten müssen. Auch hier kommen die gelernten Wertekompetenzen direkt zur Anwendung, wenn es um die Erfüllung der materiellen Wünsche geht.

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Weiterführende Inhalte

Auf den Grundlagen der Werte- und Finanzbildung aufbauend, möchten wir Kinder umfassend bilden. In unserem neuen Themenkomplex „Nachhaltigkeit“ erhalten Kinder einen umfassende Einführung in Umweltthemen, Klima- und Tierschutz, fairen Handeln und nachhaltiges Leben.

Grundsätze der nachhaltigen Entwicklung

Die Kompetenzen der Werte- und Finanzbildung, die durch das Unterrichtsprogramm von WERTvoll macht Schule vermittelt werden, folgen den Grundsätzen der nachhaltigen Entwicklung. Junge Menschen erlernen nicht nur den bloßen Umgang mit Geld für ihre individuellen Bedürfnisse. Ziel ist es, dies in einem gesellschaftlichen und globalen Kontext zu sehen. Dies beinhaltet den Gedanken der sozialen Gerechtigkeit und ein Ökonomieverständnis, das langfristig ausgerichtet ist und den sinnvollen Einsatz von Ressourcen vorsieht.

Fair Trade

Kinder sollen Kompetenzen erlangen, die ihnen ermöglichen, mit ihrem Geld verantwortungsbewusst und zielorientiert handeln zu können, dazu gehört auch, dass sie sich mit dem Thema „Fair Trade“ auseinandersetzen. Sie erfahren im Rahmen des Projekts, dass man durch den Kauf von Fair Trade-Produkten Menschen in anderen Ländern unterstützen kann, womit auch der teurere Preis der Fair Trade-Produkte gerechtfertigt wird. Kinder erhalten dadurch die Möglichkeit, ihr eigenes Kaufverhalten zu reflektieren und können Überlegungen anstellen, wie sich der Kauf von Fair Trade-Produkten möglicherweise in ihren Alltag einbauen lässt.

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Wie ist WERTvoll macht Schule entstanden?

fotolia_38998120_lAusschlaggebend für den Start der Initiative „WERTvoll macht Schule“ war der Schulversuch des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung München (ISB) zur Umsetzung der Richtlinie zur ökonomischen Verbraucherbildung.

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Wieso setzt das Programm schon so früh an?

fotolia_50931349_lKinder sollten entsprechend ihres jeweiligen Alters Werte- und Finanzkompetenzen vermittelt bekommen. Die Lerninhalte prägen sich bei kleinen Kindern besonders leicht ein, und es kann so ein Fundament für die Zukunft gelegt werden.

Bei der Vermittlung von Werten handelt es sich um grundlegende Kompetenzen, wie einen respektvollen Umgang

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Vertiefung der Wertevermittlung

fotolia_51655665_mDie Vermittlung von Werten war von Anfang an ein wichtiger Bestandteil der Inhalte der Markt- und Finanzbildung des Programms. Die Stärkung des Selbstbewusstseins und des Selbstwertes der Kinder ist die Grundvoraussetzung dafür, dass Kinder sich frei machen vom Einfluss der Werbung und dem Druck von außen. Kaufentscheidungen sollten nicht extern bestimmt werden, sondern von den Kindern – und schließlich als Erwachsene – eigenverantwortlich getroffen werden. Die Reflexion über die eigenen Wünsche, die Auseinandersetzung mit Werbestrategien, die Aneignung von Wissen über Geld und seine Verwendungsmöglichkeiten, stärken Kinder darin, bessere finanzielle Entscheidungen zu treffen.

Mittlerweile nimmt die Wertebildung bei der Durchführung des Unterrichtsprogramms einen noch größeren Stellenwert ein. Wir schaffen eine breite Basis an Kompetenzen, die auf allgemeinen Werten aufbaut und nicht nur auf die Finanzbildung abzielt. Mit gemeinschaftsorientierten und sozialen Werten, die wichtig für das Zusammenleben mit anderen und eine gute Kommunikation miteinander sind, schaffen wir die Voraussetzungen für eine positive und produktive Interaktionskultur. In einer globalen Welt, die das Zusammentreffen unterschiedlicher Werte und Überzeugungen mit sich bringt, müssen Kinder darauf vorbereitet werden, mit dieser Unterschiedlichkeit umzugehen.

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Gruppendynamiken und mithalten wollen

576719Kinder sind heute oft einem Gruppendruck ausgesetzt. Sie vergleichen sich mit anderen. Wer cool sein möchte, muss das neueste Smartphone haben, Kleidung einer bestimmten Marke tragen und das neueste Spielzeug vorzeigen können. Das alles kostet eine Menge Geld und nicht jeder Wunsch kann sich sofort erfüllen. Besonders Kinder aus sozial

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Unser Beitrag zur Flüchtlingsthematik

fotolia_39622000_xsJedes Kind macht ganz individuelle Erfahrungen in seinem Leben, wird geprägt von Familie, Umfeld und Kultur. Ganz selbstverständlich führt dies zu Meinungen,
Verhaltensweisen und Werten, die sich von anderen Kindern absetzen. Bereits im Kindergarten und in der Schule macht sich diese Unterschiedlichkeit bemerkbar, mit der Kinder lernen umzugehen.  Ein ganz natürliches Phänomen!

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Die Schuldenfalle

Mann mit leere Hosentasche.Laut SchuldnerAtlas waren im Jahr 2017 6,9 Millionen Bürger (über 18 Jahren) überschuldet, davon 4,22 Millionen dauerhaft. Neben Arbeitslosigkeit oder anderer gravierender Veränderungen der Lebensumstände, ist zunehmend die unwirtschaftliche Haushaltsführung dafür verantwortlich. Durch das anhaltend niedrige Zinsniveau lassen sich immer mehr Menschen dazu verleiten,

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Finanzbildung beginnt mit einer guten Wertebildung!

Fürth, 7.11.2016 – WERTvoll macht Schule unterstützt Kinder ab der ersten Klasse bei ihrer individuellen und sozialen Entwicklung.

Die Bildungsinitiative „WERTvoll macht Schule“ hat sich zum Ziel gesetzt, Kinder bei ihrer individuellen und sozialen Entwicklung so zu unterstützen, dass sie selbstbewusst, sozial und eigenverantwortlich heranwachsen können. Dies ist die beste Voraussetzung dafür, kluge Entscheidungen zu treffen – auch in finanzieller Hinsicht. Die Grundlage hierfür bildet die Vermittlung von Wertekompetenzen. Kinder lernen zu reflektieren, respektvoll und tolerant miteinander umzugehen und ein soziales Bewusstsein zu entwickeln. Zudem erwerben die Kinder durch das Unterrichtsprogramm Finanzwissen, um sich frei von Konsum und Werbedruck zu machen und ihr Geld gut einsetzen und planen zu können. Dabei lernen sie Ziele zu definieren und Prioritäten zu setzen.

Ausschlaggebend für den Start von WERTvoll macht Schule im Jahre 2011 war der Schulversuch des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung München (ISB) zur Umsetzung der Richtlinie zur ökonomischen Verbraucherbildung. Im Rahmen dieses Schulversuchs wurde WERTvoll macht Schule erstmals an der Grundschule Unterföhring (Bayern) erfolgreich getestet. Die Grundidee für WERTvoll macht Schule war es, Kinder in finanziellen Aspekten weiterzubilden, um so präventiv darauf einwirken zu können, dass es später nicht zu Verschuldung kommt. Das Konzept dazu entwickelte die Gründerin der Initiative, Diana Bartl. Selbst Mutter und Existenzgründerin, lag ihr das Thema am Herzen: „Durch unser knappes Familienbudget am Beginn meiner Selbständigkeit wurde mir vor Augen geführt, wie wichtig es ist, mit Geld und Konsum bewusst umzugehen. Deshalb fing ich bei meiner Tochter früh an, mit ihr über diese Themen zu reden und sie ihre eigenen Erfahrungen machen zu lassen. In dieser Zeit merkte ich, dass ich viele offene Fragen zum Thema Gelderziehung hatte.“

„In unserer täglichen Arbeit bei WERTvoll macht Schule und den Erfahrungen aus der Praxis stellte ich zudem bald fest, dass Finanzbildung für Kinder alleine nicht ausreicht. Es gehört einfach mehr dazu!“ so Bartl weiter. Mit der verstärkten Vermittlung von Wertekompetenzen hat die Initiative dem nun Rechnung getragen und sich den Bedürfnissen von Kindern angepasst. Heterogenität aufgrund unterschiedlicher sozialer und kultureller Hintergründe ist Normalität an Schulen in Deutschland, wenn auch nicht unbedingt in ihrer aktuellen Intensität. Kinder vergleichen sich ganz selbstverständlich mit anderen Kindern, doch können hier auch leicht Konflikte auftreten. Dabei sind Ausgrenzung oder Neid vor allem auf finanzielle Divergenzen zurückzuführen. Manche Kinder haben das neueste Handy, die tollsten Spielsachen und die teuersten Markenprodukte, während andere sich dies nicht leisten können. Die Konflikte, die dadurch entstehen, bedürfen der intensiven Auseinandersetzung und Verarbeitung. Das Programm von WERTvoll macht Schule verbindet hierbei zwei ganz wichtige Aspekte: Kinder werden in ihren sozialen Fähigkeiten geschult und entwickeln so ein besseres Verständnis für andere. Andererseits lernen Kinder, sich frei von Werbung und Konsum zu machen, ihren Selbstwert nicht über die neuesten Markenprodukte zu definieren und mit dem Geld auszukommen, dass ihnen zur Verfügung steht.

„Für einen guten Start ins Leben sind diese Kompetenzen genauso wichtig wie Rechnen, Lesen oder Schreiben“, betont Diana Bartl.

So funktioniert WERTvoll macht Schule: WERTvoll macht Schule bringt Werte- und Finanzkompetenzen in die Grundschule. Mit dem Unterrichtsprogramm lernen Kinder an ihrem üblichen Lernort im Klassenverbund und setzen das Gelernte später im Alltag praktisch um. Alle teilnehmenden Schulen und Lehrkräfte werden mit komplett ausgearbeiteten und leicht in den Unterrichtsalltag integrierbaren Unterrichtsmaterialien ausgestattet. Jedes Klasse bekommt ein besonderes Sparschwein geschenkt und jedes Elternhaus erhält das Magazin „WERTvoll“ mit nützlichen Tipps. Je nach Bedarf gibt es zudem die Möglichkeit Lehrkräfte und Eltern in Workshops auf die Projektdurchführung vorzubereiten.  WERTvoll macht Schule arbeitet unternehmensunabhängig, werbefrei und wird durch Spenden finanziert. Die Teilnahme am Programm ist sowohl für Schulen als auch Eltern kostenlos.

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