Aktuelles

Integration beginnt mit Empathie – “Welche Wünsche haben Kinder aus anderen Ländern?”

Die Coronakrise hat ein Schlaglicht auf die eigenen Wünsche geworfen und viele vermutlich zu einem Umdenken bewegt. Die mit der Pandemie verbundenen Einschränkungen haben die Sichtweisen auf unsere Privilegien teilweise nachhaltig beeinflusst. Dies trifft sicherlich auch auf unsere Kinder zu. Standen vor der Coronakrise häufig noch materielle Dinge wie das aktuellste Smartphone oder neue Fußballschuhe ganz oben auf der Wunschliste, haben sich die Wünsche mittlerweile häufig in eine andere Richtung entwickelt. Viele Kinder wünschen sich einfach nur, wieder mit ihren Mitschüler:innen in der Schule zu sitzen oder mit ihren Freund:innen spielen zu können. Immaterielle Wünsche rückten auf der Wunschliste der Kinder weiter nach oben, als die Pandemie gemeinsame Erlebnisse unmöglich machte. Als Selbstverständliches nicht mehr alltäglich war, veränderte sich auch die Wahrnehmung dieser Möglichkeiten.  

Eigene Wünsche vs. Wünsche Anderer – Reflexion lernen 

Hat die Auseinandersetzung mit den eigenen Wünschen Kinder während der Coronakrise zu einem Umdenken bewegt, so schärft auch die Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen und Wünschen von Kindern aus anderen Regionen oder Teilen der Welt das Bewusstsein für die eigenen Wünsche. Die Gegenüberstellung dessen, was in der eigenen Heimat und in der Heimat anderer Kinder selbstverständlich oder eben wünschenswert ist, hat einen nachhaltigen Effekt auf die Wahrnehmung eigener Bedürfnisse. Und genau darum geht es in einer unserer Unterrichtseinheiten.  

“Wünsche von Kindern aus anderen Ländern”, die Unterrichtseinheit aus der Themenfamilie “Wünsche, Bedürfnisse, Gute Tat”, soll Kinder anregen, sich sowohl mit Wünschen als auch mit Lebenssituationen von Kindern in anderen Ländern auseinanderzusetzen. Hier vergleichen die Schüler:innen ihre eigenen Wünsche mit denen von (fiktiven) Kindern aus anderen Ländern. Dabei lernen sie, Unterschiede in diesen Wünschen auszumachen und setzen sie in Beziehung zu ihren eigenen. 

Empathie entwickeln 

Die Kinder lernen, sich in andere Personen hineinzuversetzen. Durch den Einblick in die Lebenswelten anderer Kinder, denen es materiell womöglich nicht so gut geht, erhalten die Lernenden die Einsicht, welche Privilegien sie selbst bereits genießen und dass die Erfüllung noch weiterer materieller Wünsche nicht zwingend zu mehr Zufriedenheit führt.  Nicht der Vergleich steht im Mittelpunkt, sondern vielmehr die Möglichkeit der Reflexion sowie das Entwickeln von Empathie. Die Unterrichtseinheit “Wünsche von Kindern aus anderen Ländern” gibt den Schüler:innen zusätzlich einen Einblick in andere Lebenssituationen und die Kinder erfahren zusätzlich vieles über andere Länder und Situationen vor Ort.  

Schaut über den eigenen Tellerrand und handelt WERTvoll! 

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Hand in Hand für Bildung – RaboDirect unterstützt uns 2021 erneut!

Wir freuen uns sehr über die Spende der RaboDirect über 20.000 Euro und sagen “Danke!”. Damit unterstützt sie uns bei der Erweiterung unseres kostenlosen Unterrichtsprogrammes für Schulen. Als langjähriger Spendenpartner hat RaboDirect dieses Jahr erneut unser Unterrichtsprogramm gefördert. Dank der Spende kann das Unterrichtsmaterial weiter ausgebaut und thematisch erweitert werden, im Besonderen zum Thema Nachhaltigkeit, wie zur “Lebensmittelverschwendung”. 

RaboDirect unterstützt  “WERTvoll macht Schule” bereits seit einigen Jahren finanziell und hilft uns mit ihren Spenden maßgeblich bei der Entwicklung der Unterrichtsinhalte. Auch für die Finanzierung der Projektausarbeitung zum aktuellen Thema “Lebensmittelverschwendung” hat sie die Patenschaft übernommen – und das aus gutem Grund. Denn RaboDirect, vor über 100 Jahren gegründet von Landwirt:innen, arbeitet unter dem Leitsatz „Banking for Food“ seit 2014 mit Landwirt:innen und Unternehmen weltweit zusammen, um eine nachhaltige Lebensmittelwirtschaft zu unterstützen. 

In der Stunde zum Thema “Lebensmittelverschwendung” erfahren Schüler:innen zwischen sechs und zwölf Jahren, warum es wichtig und sinnvoll ist, Lebensmittel wertzuschätzen und nicht zu vergeuden. Ein bewusster Umgang ist nicht nur wertschätzend gegenüber Nahrungsmitteln und ihren Erzeuger:innen, sondern sensibilisiert auch für einen nachhaltigen Konsum. 

DANKE für die Unterstützung unserer WERTvollen Mission! 

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Kinder stark für die Zukunft machen – “stark wie einen Tigerhasen”

Manche Situationen im Alltag machen uns ratlos: etwa unangenehme und einschüchternde Begegnungen mit fremden Menschen – oder manchmal auch mit uns bekannten Personen. Solche Erlebnisse machen Angst und wecken Unsicherheit. Doch wenn schon wir Erwachsene so empfinden, wie fühlen sich dann Kinder in solchen Momenten?  

Wir wünschen uns für Kinder ein gutes Selbstbewusstsein und selbstbestimmtes Auftreten – nur werden Kinder nicht damit geboren. Sie brauchen starke Vorbilder, egal ob fiktive Charaktere oder echte Menschen, an denen sie sich orientieren können. Und sie brauchen die Möglichkeit, sich auszuprobieren und aufgezeigte Strategien einzulernen und zu adaptieren. Darum ist die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung auch ein wichtiger Bestandteil unseres Unterrichtsprogramms. 

Ein Baustein: Kinder brauchen geeignete Lösungsstrategien für das Verhalten in schwierigen Alltagssituationen. Vorbild für unsere neue Unterrichtseinheit “Stark wie ein Tigerhase” ist deshalb das Kinderbuch “Tigerhase” von Nico und Stefanie Kornhass. Stefanie hat uns für diese Einheit auch mit ihren tollen Illustrationen versorgt und für diese Kooperation wollen wir danke sagen. 

Die Unterrichtseinheit gehört zum Themenbereich “Emotionen und Konflikte”. Mit ihr unterstützen wir Lehrkräfte dabei, mit ihren Schüler:innen Strategien für den Alltag zu erarbeiten. Mit Hilfe der Tigerhasen-Gesten lernen die Kinder Verhaltensweisen, die sie im Umgang mit Gleichaltrigen, aber genauso gut gegenüber Erwachsenen anwenden können. Ziel ist es, das Selbstbewusstsein der Kinder nachhaltig zu stärken und ihnen Selbstvertrauen und Sicherheit für viele Lebenslagen an die Hand zu geben. 

In der Unterrichtseinheit rund um den Tigerhasen hören oder lesen die Schüler:innen die Geschichte des kleinen Hasen Tico, der durch aufmerksame Beobachtung das Verhalten eines starken Tigers nachahmt und so vom “Angsthäschen” zum “Tigerhasen” wird. An Ticos Beispiel lernen die Kinder, dass man nicht das größte, stärkste oder furchteinflößendste Tier sein muss, um mutig zu sein und seinen eigenen Standpunkt klarzumachen und zu vertreten.  

“Der Tigerhase soll Kindern zeigen, dass sie ihren Alltag meistern können, auch wenn ihnen die eine oder andere Situation Angst macht oder Schwierigkeiten bereitet”, so Stefanie Kornhass, die uns als Illustratorin des Tigerhasen bei dieser Unterrichtseinheit unterstützt. “WERTvoll macht Schule bringt wichtige Themen schon in die Grundschule und mit der Kooperation mit WERTvoll macht Schule findet der mutmachende Hase auch seinen Weg ins Klassenzimmer, wo er vielen Kinder dabei helfen kann, dass sie stark in ihre Zukunft gehen.” 

Seid stark und handelt WERTvoll! 

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Martin Bauer Group spendet 15.000 Euro

Ein großes Dankeschön an die Martin Bauer Group! 

Wir freuen uns sehr über die Spende der Martin Bauer Group von insgesamt 15.000 Euro und sagen DANKE. Damit unterstützt sie die Weiterentwicklung unserer Inhalte.

„Als Familienunternehmen mit 90-jähriger Geschichte stehen wir für Fairness und gegenseitigen Respekt. Als Hersteller von Naturprodukten haben wir Nachhaltigkeit und den verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen zum Dreh- und Angelpunkt unseres Handelns gemacht. Unser Fokus auf diese Werte verbindet uns mit WERTvoll macht Schule“, sagt Anne Wedel-Klein, Urenkelin von Martin Bauer und Mitglied der Geschäftsleitung der MB-Holding.

Mit dieser Hilfe können wir unser Angebot noch erweitern, um individuelle und soziale Kompetenzen von Kindern zu fördern – mit dem Ziel, ihre Selbstsicherheit und Resilienz zu stärken. Das hilft den Kindern, mit Krisenzeiten und -situationen, wie jetzt während der Corona-Pandemie, besser und gestärkter umzugehen.

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GLOBAL MONEY WEEK 2021 – WIR SIND DABEI

Mit unserem Angebot greifen wir Themen auf, die Kinder und Familien bewegen und mit denen sie jetzt und in Zukunft täglich umgehen müssen. Das ist aktuell die besonders wichtige Medienkompetenz, das kann der Umgang mit Konflikten sein oder mit unserer Umwelt und die Frage, wie wir mit Geld umgehen und was wir damit verbinden!

Denn Finanzbildung endet nicht bei den Fragen, wie man Taschengeld sinnvoll einteilen kann oder warum es wichtig ist, Sparen zu lernen. Der Umgang mit Geld ist in vielen Elternhäusern ein Tabu: Über Geld spricht man nicht, Geld haben nur die anderen, Geld sorgt für Rangordnungen. Häufig ist das Thema auch für die Kinder emotional stark aufgeladen. Sie spüren, dass die Familie sparen muss, empfinden vielleicht Neid oder Scham und trauen sich nicht, darüber zu sprechen. In einer Gesellschaft, in der Wert hauptsächlich in Geld bemessen wird, ist es wichtig, die Verknüpfung dieses greifbaren Wertes mit Gefühlen und Zuschreibungen zu reflektieren. Denn mit Geld umgehen zu können und darüber zu sprechen gehört zu den Alltagskompetenzen.

Wir wollen zwei Dinge erreichen:

Das Sprechen über Geld soll zur Normalität werden. Damit Kinder lernen, damit umzugehen. Gleichzeitig ist es wichtig, zu verstehen: Geld ist nicht alles im Leben. Bemiss deinen Wert nicht am Kontostand. Kinder brauchen Finanzwissen, um zu verstehen, wie sie mit Geld in ihrem Leben umgehen können. Nicht nur in Sachen Sparvertrag.

Auch dieses Jahr nehmen wir wieder an der Global Money Week teil. Global möchte diese Kampagne das Bewusstsein junger Menschen für die Finanzplanung schärfen. Take care of yourself, take care of your money – das diesjährige Thema hat uns dazu gebracht, uns Gedanken darüber zu machen, auf welche Werte es bei der Finanzbildung für Kinder ankommt. Zur Global Money Week bieten wir auf unserem Instagram-Kanal Einblicke in die Aspekte, die oft außer Acht gelassen werden, wenn man an Finanzbildung denkt. Hier möchten wir unserer Lehrer*innen-Community informieren, wie wichtig eine wertebasierte Herangehensweise bei der Vermittlung von Finanzbildung ist. Hierfür benennen wir einige Aspekte: die Kinderarmut etwa, die auch im reichen Deutschland existiert. Das Thema Neid – denn Kinder vergleichen sich bereits in der Grundschule mit ihren Mitschüler:innen. Die Frage, wie wir unseren eigenen Wert an unseren Kontostand koppeln. Und natürlich die Reflexion, ob man alles, was man kaufen kann, auch kaufen muss? Unsere Kampagne zur GMW trägt deshalb die Überschrift “Finanzbildung ist mehr als Geld zählen”.

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“Plastikmüll in unseren Meeren” – Das geht uns alle an!

Das Wort „Nachhaltigkeit“ ist in aller Munde. Gut, manche sagen Umweltschutz oder ökologische Lebensweise, aber sie meinen wahrscheinlich das gleiche. Auch wir wollen unseren Beitrag dazu leisten. Nicht aus einem Trend heraus, sondern weil wir es für wichtig halten, so früh wie möglich über Themen zu sprechen, die uns alle betreffen: Themen unserer Zukunft.

Die zweite Unterrichtseinheit zur Nachhaltigkeit steht seit Anfang Februar auf unseren Plattformen bereit, um auch die jungen Mitglieder der Gesellschaft für ein wichtiges Thema zu sensibilisieren: „Plastikmüll in unseren Meeren“.

Ein großes Dankeschön geht an die FERI AG aus Bad Homburg, deren großzügige Spende diese Themen-Entwicklung erst möglich gemacht hat. Damit konnten wir die Stunde konzipieren und veröffentlichen. Neben der finanziellen Unterstützung bedanken wir uns auch sehr für die inhaltliche Hilfe von Spezialist:innen wie Anne Mäusbacher von beachcleaner.de, die uns mit Rat und Tat zur Seite stand. Dass dieses Thema auch ihr ein Herzensanliegen ist, hat sie mit ihrem Buch „Kids for the ocean“ bewiesen.

Ziel der Unterrichtseinheit ist es, bereits Grundschüler:innen auf das Problem der Verschmutzung unserer Meere aufmerksam zu machen. Wir wollen Denkanstöße geben und Möglichkeiten aufzeigen, was man als junger Mensch dagegen machen kann. Die große Herausforderung dabei war die altersgemäße Gestaltung, ohne dabei den Bezug zur Realität zu verlieren. Genau das sahen wir aber auch als Chance, dieses wichtige Thema einmal durch die Augen eines Kindes zu betrachten. Neben umfangreichem Bildmaterial für eine Fantasiereise und die Erarbeitungsphase enthält die Stunde auch ein Wimmelbild, das liebevoll von Illustratorin Corinna Arauner gestaltet wurde. Das Wimmelbild passt als Poster auch gut an die Klassenzimmerwand und ist ein Multitalent. Im Umfang der Unterrichtseinheit kann es hervorragend zur Differenzierung genutzt werden. Bildlich können bereits die Kleinsten darauf verschiedene Situationen entdecken, die mit dem Thema in Zusammenhang stehen, sowohl im negativen Sinne (z.B. Orte der Verschmutzung) als auch im positiven (z.B. Müllsammelaktion am Strand)

Mit unserer Unterrichtseinheit wollen wir zukünftige Entscheidungsträger:innen für ein wichtiges Thema sensibilisieren. Sie soll nicht nur die kritische Situation, sondern auch Möglichkeiten aufzeigen, wie man gegensteuern kann.

Habt nur Mut und handelt WERTvoll!

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WERTvolle Weihnachtsspende von infra Fürth

Großer Dank an infra Fürth! 

Jedes Jahr unterstützt die infra Fürth gemeinnützige Projekt aus und für Fürth, die sich dafür einsetzen, die Welt ein klein wenig besser zu machen. Dieses Jahr waren wir einer der Empfänger der Weihnachtsspende 2020 und wir sagen DANKE für dieses “Weihnachtsgeschenk”! 

„Gerade in diesem außergewöhnlichen Jahr 2020 hat unsere Philosophie „Für unsere Stadt am Werk“, noch einmal an Bedeutung gewonnen. Mehr denn je, sehen wir es als unsere Pflicht, neben einer funktionierenden Versorgung Fürths auch die Gemeinschaft und den Zusammenhalt in der Stadt zu stärken. Dazu gehören unsere Weihnachtsspenden. Das gemeinnützige Projekt „WERTvoll macht Schule“ unterstützen wir, um die monatlichen Kosten für das dafür notwendige Online-Portal zu decken.“, so die infra Fürth. 

Mit diesen Hilfen können wir weiter daran arbeiten, Kinder auf ihrem Weg ins Leben zu fördern und Lehrkräfte nachhaltig zu entlasten, denn Ziel der Bildungsinitiative „WERTvoll macht Schule“ ist es, Kinder in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung zu fördern, sie für Alltagsthemen zu sensibilisieren und bestmöglich auf die Vielfältigkeit und Herausforderungen der modernen Gesellschaft vorzubereiten. Insbesondere werden Werte- und Finanzkompetenzen in einer zunehmend komplexen Welt vermittelt.

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Starkes Kind statt Markenwind

Die Fürther Initiative „WERTvoll macht Schule“ kennt die tückischen Fallen der Statussymbole – und wie man sie fröhlich pfeifend umgeht.

Milieu, Klasse, Schicht – woran Soziologen sich seit Jahrzehnten abarbeiten, manifestiert sich in so wechselhaftem wie beständigem Gewand bis heute ungebrochen in Gegenständen, die besitzen zu müssen glaubt, wer irgendwo dazugehören will. Der Mensch möchte in der Herde leben, in ihr wohlbehütet aufgenommen und in Sicherheit gewiegt werden, sonst droht er einsam zugrunde zu gehen. Ein probates Mittel, seine Zugehörigkeit zur einen und gleichwohl die Abgrenzung zur anderen Gruppe wortlos zu demonstrieren, ist die Selbstdekoration mit gemeinhin als „Statussymbolen“ bezeichneten Prestigeobjekten. Ob Kunstverständnis, flotte Sohle am Klavier, ob Vereinsdevotionalie oder Urlaubsort, überall schwingt eine Botschaft mit – die allermeistens lautet: Ich kann’s mir leisten, denn aller Entwicklungen und marginaler Phänomene, erst recht der Ratio zum Trotz zählt in erster Linie der konkrete Geldwert. Das kann zumal bei jungen Menschen ins Auge gehen – und vor allem: ins Geld. Denn nicht nur schmückt man sich mit den Objekten derjenigen Gruppe, der man angehört, sondern meist vor allem derer, in deren Kreis man gerne aufgenommen wäre. Dazwischen lauert oft ein tiefer Graben, den Kinder und vor allem Jugendliche mühsam zu überwinden suchen, wobei sie nicht selten abrutschen und tief stürzen. Was bleibt, sind tiefe Narben – auf dem Konto und in der Seele. Das Karussell der Trends und Marken dreht sich immer schneller, was heute noch der Shit war, ist morgen bereits out, und hab ich endlich genug fürs fancy Smartphone-Modell angespart, kommt auch schon das nächste raus. In dieser Erkenntnis steckt bereits ein Teil der Lösung: Wer andere Werkzeuge zur Statusdemonstration kennt oder gar keine benötigt, seinen Selbstwert aus anderem schöpft als aus Materiellem, der gerät nicht so leicht zwischen die mahlenden Räder der Konsummühle. Ein wünschenswerter Zustand, denn „zwar sind Kinder in Armut ungleich schwerer betroffen, doch Wohlstand bewahrt nicht davor, die Welt nach Besitz, Aussehen und Ansehen zu bewerten und sich selbst danach bewerten zu lassen“, so Diana Bartl von „Wertvoll macht Schule“, einer Fürther Initiative für Finanzielle Bildung, deren Engagement 2019 für den Emotion.Award in der Kategorie Soziale Werte nominiert war. „Für Kinder kann dies einen enormen Druck bedeuten, der im Extremfall bis zum Mobbing geht.“ Und auch Eltern stecken in der Klemme: Das Kind unterstützen, vor Schaden bewahren? Dem Kauf-wunsch nachgeben müssen – und überhaupt können?

Die erstmal einfache, weil kurze Lösung, so Diana Bartl, lautet: Bewusst handeln. Zwar haben Statussymbole einen festen Platz in unserer Gesellschaft, aber Kinder können lernen, damit umzugehen. Das gesamte Umfeld eines Kindes kann dabei unterstützend wirken. Erwachsene, insbesondere Eltern, fungieren als Vorbilder, deren Handeln, Weltanschauungen und eigene Wünsche von Kindern wahrgenommen, interpretiert und übernommen werden. Neben den Dingen, die Kinder aktiv lernen, geschieht dies meist unbewusst. Genau an diesem Punkt lässt sich ansetzen, indem Denken und Handeln bewusster werden, sagt die Gründerin von „WERTvoll macht Schule“, dessen Ziel nicht nur die reine Finanzbildung ist, sondern die Förderung lebenspraktischer Kompetenzen, die auf einer Kombination von Werte- und Finanzkompetenz basieren. „Wir nennen es auch das 1×1 fürs Leben.“ Kinder brauchen die Möglichkeit, sich intensiv mit ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen auseinanderzusetzen. Dazu gehört, dass sie diese genauer zu bestimmen und auch zu hinterfragen lernen. So lassen sich Motive und Ursprünge identifizieren, die zur Entstehung eines Wunsches führen. Das trifft nicht nur auf Grund-bedürfnisse wie Liebe, Geborgenheit, Gesundheit und Freundschaften zu, sondern in besonderem Maß auf Konsumwünsche. Deshalb ist es wichtig, Kinder über Strategien und Taktiken der Werbung aufzuklären und Grundkompetenzen aufzubauen, die einen klugen und verantwortungsvollen Umgang mit Geld zum Ziel haben.

So kann ein reflektiertes und selbstbestimmtes Konsumverhalten bei Kindern angeregt werden.
Ein weiterer, noch bedeutenderer Aspekt ist es, dass Kinder lernen, ihren eigenen Wert und die Wertschätzung anderer nicht von Besitz abhängig zu machen. Dazu gehört ein guter Umgang miteinander, der auf Respekt, Toleranz und Empathie basiert. Situationen, in denen sozialer Druck und Konflikte für Kinder entstehen, müssen aufgegriffen und mögliche Lösungsstrategien aufgezeigt werden. Ebenso sollten Fähigkeiten und Talente von Kindern hervorgehoben und gefördert werden, die den Fokus von Äußerlichkeiten abwenden. Dies kann in der Schule und zu Hause im Alltag gleichermaßen geschehen. Erwachsene können den Lernprozess der Kinder positiv begleiten, indem sie ihre eigenen Bedürfnisse und Verhaltensmuster, gerade in Bezug auf Konsum, ergründen und definieren. Die Sensibilisierung für die Problematik und ein Umdenken in der Bewertung von Statussymbolen erzielen Eltern am besten dadurch, dass sie zuerst bei sich selbst genauer hinsehen und sich klarmachen, welche Werte sie an die nächste Generation weitergeben. Text: Katharina Wasmeier ELMA Magazin Nov/2020

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Fürther Landtagsabgeordnete spendet 2.544 Euro

Barbara Fuchs unterstützt WERTvoll macht Schule.

Die Abgeordneten der Grünen im Bayerischen Landtag haben sich dazu entschieden, auf die Erhöhung der Abgeordnetenentschädigung zum 1. Juli 2020 zu verzichten und dieses Geld an Organisationen in ihren Stimmkreisen zu spenden. Die Fürther Abgeordnete Barbara Fuchs unterstützt damit unsere Bildungsinitiative.

Konkret handelt es sich um eine Spende von 2.544 Euro. Barbara Fuchs möchte dadurch unseren Themenbereich “Nachhaltigkeit” fördern. Bei der symbolischen Spendenscheckübergabe betont sie, „Neue Wege bei der Vermittlung von sozialen und ethischen Werten mit dem Blick auf Wirtschaftskompetenz und Nachhaltigkeit bieten eine großartige Chance für die Zukunft unserer Jugend“.

Die Verknüpfung der verschiedenen Bereiche ist eine Bereicherung. Es es ermöglicht eine neue Perspektive auf unsere Welt und wie wir mit Menschen, Tieren und unsere Umwelt umgehen – unabhängig davon, ob wir als Privatperson oder im Sinne eines Unternehmens handeln. Mit unserem Unterrichtsprogramm werden sensibilisiert und lernen reflektiert zu handeln. „Kinder lernen mit unserem Programm, verantwortungsvoll und rücksichtsvoll mit den Ressourcen umzugehen“ sagt Diana Bartl, Gründerin von „WERTvoll macht Schule“.

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Corona-Krise belastet Kinder mehr als gedacht!

Wie wir Kinder unterstützen – jetzt und in Zukunft.

Es ist nicht von der Hand zu weisen: Kinder leiden deutlich unter der Corona-Pandemie. Und wie immer trifft es die am härtesten, die es schon ohne Krise schwer hatten. Das bestätigen neueste Studien. Die Frage ist: Wie gehen wir damit um? Wie federn wir krisenbedingte Belastungen ab und wie können wir langfristig präventiv wirken? Lernen wir aus Corona?

Kinder leiden psychisch

Es war zu erwarten, dass eine Krise wie die Corona-Krise ihre Spuren hinterlässt – in Politik, Wirtschaft und Privatleben. Wie sehr das Leben der Kinder davon betroffen sein würde, war bisher aber noch unklar. In der bundesweiten COPSY-Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) ging man dem auf den Grund und untersuchte die Effekte der Pandemie auf die psychische Gesundheit von Kindern. Das Ergebnis war überraschend, denn man hatte nicht damit gerechnet, dass sich der Anstieg psychischer Belastungen bei Kindern so eindeutig zeigen würde. 71 Prozent der Kinder gaben an, unter der Corona-Krise emotional und seelisch zu leiden. Zwei Drittel der Kinder sahen dadurch ihre Lebensqualität eingeschränkt. Im Vergleich zu vorher hat sich seit der Pandemie das Risiko für psychische Auffälligkeiten nahezu verdoppelt. Die Liste der Symptome ist entsprechend lang: Gereiztheit, Schlafprobleme, Kopf- und Bauschmerzen, Hyperaktivität. Kinder machen sich in der Krise mehr Sorgen, sie haben Probleme, den Alltag zu meistern, und sie sind deutlich eingeschränkt.

Krisen sind ein Katalysator für Ungleichheiten

Der Ausfall des Schulbetriebes und die fehlende Kindertagesbetreuung waren zunächst vielleicht notwendig, bleiben aber nicht ohne Konsequenzen. Kindern fehlen Begegnungs- und Lernorte. Das Leben spielt sich vor allem im Zuhause ab, die sozialen Kontakte sind auf ein Minimum reduziert, Schulaufgaben müssen alleine bewältigt werden und es gibt kein Ventil, um sich einmal außerhalb der eigenen Familie Luft zu machen, zu entspannen und sich Gleichaltrigen, Betreuer*innen oder der Klassenlehrer*in anzuvertrauen. Kein Wunder also, dass Streitigkeiten in der Familie in der Corona-Pandemie zunehmen. Doch die Begrenzung der eigenen Lebenswelt auf den Kreis der Familie ist noch aus einem anderen Grund problematisch. Sie verschärft soziale Ungleichheiten und hängt diejenigen Kinder noch mehr ab, die auf Unterstützung und Förderung am meisten angewiesen sind. Denn auch das zeigt die COPSY-Studie: Besonders stark sind Kinder betroffen, deren Eltern über einen niedrigeren Bildungsabschluss verfügen, ein geringeres Einkommen oder einen Migrationshintergrund haben. Mit anderen Worten: Die Corona-Pandemie offenbart unverblümt und eindeutig, was auch schon vorher ein Problem war. Herkunft bestimmt maßgeblich, welche Chancen Kinder im Leben haben und welche Ressourcen sie ausschöpfen können, um Krisen zu bewältigen. In einer modernen und aufgeklärten Gesellschaft darf das nicht sein! Was hilft also? Was können wir jetzt und in Zukunft tun, damit Kinder Krisensituationen gut meistern und gleichberechtigte Bildungs- und Teilhabechancen erhalten?

Mit Alltagskompetenzen direkt in der Schule wirken

Kinder brauchen gute Unterstützungssysteme, die auch in Krisen Bestand haben. Und Kinder müssen ganzheitlich gefördert werden – von Anfang an! Es sind Konzepte notwendig, die alle Kinder einbeziehen, langfristig angelegt sind und herkunftsbedingte Ungleichheiten ausgleichen können. Unser Bildungssystem spielt hier eine entscheidende Rolle. Bereits in der Grundschule eröffnen sich enorme Potentiale, um Kinder emotional zu stärken, sie gut auf das Leben vorzubereiten und damit zugleich präventiv zu wirken. „Bildung ist der Schlüssel, damit Kinder das Leben gut meistern können!, sagt Diana Bartl, Gründerin und Geschäftsführerin von WERTvoll macht Schule. „Das Leben ist bunt, hat Höhen und Tiefen und fühlt sich manchmal wie eine Achterbahn an. Ganz vermeiden lässt sich das nicht. Doch wie wir damit umgehen, können wir beeinflussen, und vor allem können wir es erlernen.“ Bildung formt und stärkt Persönlichkeiten und lässt uns mit Stress, Druck und Niederlagen umgehen. Bildung ermöglicht ein tolerantes und respektvolles Miteinander. Bildung bedeutet Teilhabe und Mitsprache. Bildung eröffnet Möglichkeiten. Zusammengefasst: Bildung ist wie ein Werkzeugkasten, aus dem Kinder ein Leben lang schöpfen können. „Genau deshalb setzen wir uns für die Förderung von Alltagskompetenzen an Grundschulen ein! Die Schule ist der ideale Ort, um diese Fähigkeiten zu erwerben, betont Bartl. „Alltagskompetenzen sind lebenspraktisch. Sie beinhalten eben auch Strategien, um mit schwierigen und stressigen Situationen, wie jetzt während der Corona-Pandemie, besser und entspannter umzugehen.“

Ganzheitliche Förderung von Anfang an

Nun bleibt die Frage, warum Kinder das alles schon in der Grundschule lernen sollten? Für Diana Bartl ist das klar: In der Grundschule haben wir die Möglichkeit, alle Kinder zu erreichen, und das frühzeitig. Viele Weichen stellen sich schon sehr früh im Leben und Versäumnisse lassen sich nur schwer im Nachhinein ausgleichen. Deshalb können wir im Prinzip gar nicht früh genug beginnen. Das Entscheidende ist, dass Kinder altersgerecht lernen und ihre Neugierde auf die Welt nicht verlieren.

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