Aktuelles

Aktuelle Brisanz durch den Zuzug vieler Flüchtlinge

fotolia_39622000_xsIn Zusammenhang mit der Werte- und Finanzbildung ist der aktuelle Zugang von Flüchtlingskindern an Grundschulen ein Thema, das Diana Bartl besonders am Herzen liegt.

„Flüchtlingskinder haben es besonders schwer. Neu angekommen müssen sie sich in diesem fremden Land erst zurechtfinden. Oft haben sie Schreckliches in ihrer Heimat oder auch auf der Flucht erlebt, das erst noch verarbeitet werden muss. Wir dürfen diese Kinder nicht alleine lassen. Es ist wichtig, dass wir sie auf ihrem Weg begleiten und unterstützen. Für eine erfolgreiche Integration ist dies unerlässlich. Schule kann hier effektiv einwirken.“ sagt Bartl. Mit Hilfe des Unterrichtsprogramms von WERTvoll macht Schule lernen Kinder nicht nur etwas über den Umgang mit Geld. Lehrer und Klasse besprechen im Laufe des Projekts vielerlei Themen gemeinsam. Kritisches Hinterfragen und das Reflektieren über unterschiedliche Wertevorstellungen sind dabei erwünscht. In der Vermittlung der Wertekompetenzen kommt es darauf an, Kinder in ihren Fähigkeiten zu bestärken, ihnen Selbstvertrauen zu vermitteln. Gleichzeitig lernen sie, dass gegenseitiger Respekt und Wertschätzung die Grundlage für ein gutes Miteinander sind. Kinder sollen ihren eigenen Weg finden. Konflikte und Uneinigkeiten gehören in diesem Prozess selbstverständlich dazu. Wichtig ist dabei nur, dass sie offen angesprochen und diskutiert werden.

 

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Warum sollte der Umgang mit Geld schon früh erlernt werden?

fotolia_79567735_sGeld ist einerseits als symbolischer Wert für materielle Dinge sowie als Gegenwert für Leistung allgegenwärtig. Wir müssen zwangsläufig damit umgehen, doch oft haben wir nicht gelernt, wie.

Fehlendes Wissen über Geld und eine damit verbundene unwirtschaftliche Haushaltsführung führen jedoch schnell zu gravierenderen Problemen, wie Verschuldung. Dem kann nur entgegengewirkt werden, wenn möglichst früh, präventiv aufgeklärt wird. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, schon in der Grundschule anzusetzen.

“Das muss ich unbedingt haben!” Werbung und die Verlockungen der Konsumwelt üben schon auf Kinder Einfluss aus und suggerieren nach ihren eigenen Maßstäben, was wertvoll und wichtig ist. Kinder müssen an dieser Stelle lernen, reflektiert damit umzugehen, damit die Regeln der Konsumgesellschaft nicht über die Wünsche und Bedürfnisse der Kinder bestimmen. Diana Bartl betont: „Wenn das Markenbewusstsein erst einmal Einzug erhält, beginnen Kinder sich darüber zu definieren, was sie haben oder nicht haben – einen Turnschuh einer bestimmten Marke oder das neueste Handy etwa. Wer dann finanziell diesem Wettlauf um Beliebtheit nicht standhalten kann, ist schnell außen vor! Negative Gefühle, wie Neid oder die Erfahrung von Ausgrenzung sind die Folge.”

Es braucht ein starkes Selbstbewusstsein und einen gesunden Selbstwert, um sich von dieser Art Konsum- und Gruppendruck freizumachen und Strategien, um Konfliktsituation positiv auflösen zu können. Kinder sollten deshalb nicht nur frühzeitig lernen, wie man klug mit Geld, Konsum und Werbung umgeht, sondern vor allem auch, dass sie wertvoll sind, so wie sie sind. Das Unterrichtsprogramm von WERTvoll macht Schule verbindet diese Elemente in der Vermittlung von Werte- und Finanzkompetenzen. 

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Taschengeld: pädagogisch wertvoll

fotolia_38998120_lSollten Kinder schon eigenes Geld zur Verfügung haben?

Ja, lautet die klare Antwort, denn so können die Kinder üben, mit Geld richtig umzugehen – zu planen und es sich selbständig einzuteilen. Dazu gehört auch, einmal Fehler zu machen, das Geld zu früh auszugeben oder einen Fehlkauf zu machen und anhand dieser Erfahrungen zu lernen. Durch das praktische Üben realisieren Kinder schnell, wie wichtig ein verantwortungsvoller und umsichtiger Umgang mit dem eigenen Geld ist und das ein Stück Selbstdisziplin notwendig ist, wenn man sich etwas leisten möchte.

Einen rechtlichen Anspruch auf Taschengeld haben Kinder und Jugendliche zwar nicht, aus pädagogischer Sicht ist es aber sinnvoll. Im Kindesalter werden so die Grundlagen für später gelegt, damit sie als Erwachsene gut mit dem Budget, das ihnen zur Verfügung steht, haushalten können.

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Wertevermittlung und Gelderziehung in der Grundschule

Zur Bedeutung unterschiedlicher Arten von Werten und wie aus Kindern stabile, selbstbewusste Erwachsene werden.

Es ist gar nicht so leicht, sich in der heutigen Konsumwelt mit dem allgegenwärtigen Druck und Einfluss, den die Werbung ausübt, zurechtzufinden. Überall und ständig werden schon Kinder mit allerlei Verlockungen konfrontiert, ihr Taschengeld auf den Kopf zu hauen. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig mit der Aufklärung zu beginnen. Die Grundschule ist ein idealer Ort, um Kindern aufzuzeigen, welche Funktionen Geld hat, welche Möglichkeiten, aber auch Grenzen damit einhergehen, und was das alles mit Werten zu hat. Darüber haben wir mit Diana Bartl, der Initiatorin von WERTvoll macht Schule, gesprochen.

Was hat Geld mit Werten zu tun?

Auf den ersten Blick erschließt sich der Zusammenhang zwischen Geld und Werten nicht unbedingt. Geld haftet unterschwellig oft etwas mehr oder minder Anrüchiges an. Werte hingegen sind eher mit hehren moralischen und ethischen Konnotationen behaftet. Allerdings „ist Geld selbst ein Wert“, wie Diana Bartl betont, „und zwar ein Wert mit einer starken Symbolik“. Es gibt ganz unterschiedliche Arten von Werten, etwa moralische Werte wie Wertschätzung, Respekt oder Toleranz, oder aber symbolische Werte wie Geld. Man kann es anfassen und damit ist es ganz praktisch greifbar.

Das Wesen von Geld beschreibt Diana Bartl so: „Geld ist in unserer Gesellschaft ein Wert, der als Maßeinheit und Gradmesser für andere Werte dient. Indem ich beispielsweise jemanden für eine Leistung, die er erbringt, angemessen bezahle, drücke ich meine Wertschätzung aus. Wenn ich ihn hingegen unterbezahle und damit seine Leistung ausnutze, verwehre ich ihm nicht nur eine Summe Geld, sondern auch die Wertschätzung und den Respekt, die er verdient. Ich bewerte seine Arbeit nicht in angemessener Weise.“

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