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Eine Förderung für die Förderung – Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt unterstützt unser Projekt

Die DSEE hat uns in ihre Förderung ZukunftsMUT 2021 mit aufgenommen. Durch die Unterstützung konnten wir drei unserer Unterrichtseinheiten, die uns sehr am Herzen liegen, verwirklichen: die Unterrichtseinheiten “Wir entscheiden gemeinsam”, “Streitbeobachter unterwegs” und “Was bedeuten Statussymbole für mich?”.  

Die DSEE unterstützt mit der Förderung ZukunftsMUT Projekte, die sich dafür einsetzen, dass pandemiebedingte Ungleichheiten abgebaut werden. Alle Kinder sind von der Coronakrise betroffen und sie zu stärken und zu fördern – nicht nur in der Coronakrise – ist unser Anliegen. Während Corona wurden sozioökonomische Unterschiede weiter verschärft. Die Gründe dafür sind vielfältig: Nicht jedes Kind hatte im Homeschooling Zugriff auf die gleichen Ressourcen und auch die Unterstützung durch das Elternhaus unterschied sich stark. Darüber hinaus waren manche Schulen nicht ausreichend auf die neue Situation der digitalen Lehre vorbereitet. Nun gilt es, die Lernrückstände aufzuholen und gleichzeitig für mehr Chancengleichheit in der Bildung zu sorgen, damit Kinder wieder und weiterhin mutig der Zukunft entgegenblicken können. Und hier setzen wir an! Mit unseren Unterrichtseinheiten vermitteln wir im Allgemeinen Werte, die für das Alltagsleben und eine selbstbestimmte Zukunft von Bedeutung sind. Mit den neuen Unterrichtseinheiten können Schüler:innen nun noch intensiver zu drei konkreten Themen gefördert werden können: 

Mit der Einheit “Wir entscheiden gemeinsam” werden Kooperation untereinander und für Entscheidungsprozesse grundlegende Demokratieverständnis vermittelt. In der Einheit ”Was bedeuten Statussymbole für mich?” setzen sich die Schüler:innen mit der Bedeutung von Statussymbolen und den Emotionen, die sie auslösen, auseinander. Eine Einheit zum Thema Konfliktlösung (“Streitbeobachter unterwegs”), in der die Kinder verschiedene Verhaltensweisen für Auseinandersetzungen kennenlernen, rundet das Paket dieser drei mutmachenden Unterrichtseinheiten ab. 

Die Förderung ZukunftsMUT der DSEE richtet sich unter anderem an gemeinnützige Organisationen, die neue Bildungsangebote in die Tat umsetzen wollen. Die geförderten Projekte sollen Kindern und Jugendlichen dabei helfen, pandemiebedingte Rückstände aufzuholen. Mit unserem Unterrichtsprogramm und den komplett ausgearbeiteten, lehrplankonformen Unterrichtsmaterialien möchten wir einerseits Lehrkräfte bei der Integration dieser Unterrichtsthemen entlasten; andererseits setzen wir uns für die gleichen Bildungschancen bei Kindern ein, unabhängig vom sozioökonomischen Hintergrund – denn unser Angebot ist für alle Schulen kostenlos und soll alle Kinder erreichen können. Nicht zuletzt dank der angebotenen Themen lernen Kinder, ihre Welt besser zu verstehen und sich selbstbestimmt und reflektiert darin zu bewegen.

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„10 Kugeln Schoko-Eis bitte!“ – Taschengeld-Grundregeln für Eltern und Familien

Das erste eigene Geld: Taschengeld macht Kinder stolz und schenkt ihnen Entscheidungsfreiheit rund um ihre Wünsche. Zugleich bietet es Konfliktpotential. Was darf vom Taschengeld gekauft werden, was auf gar keinen Fall? Darf man damit machen, was man will? Es gibt einen guten Grund, Kindern Taschengeld zu gewähren: Denn mit Geld ist es, wie mit vielen anderen Dingen auch – wenn wir wollen, dass unsere Kinder damit umgehen können, sollten wir ihnen den Umgang damit gewähren. Taschengeld bietet nämlich nicht nur die Gelegenheit zur Erfüllung kleiner Wünsche, sondern auch vielfältige Lerngelegenheiten. Nicht zuletzt wird das Thema „Geld“ aus der Tabuzone geholt und mit alltagspraktischem Wissen verknüpft: ein erster Schritt auf einem Weg in die finanziell selbstbestimmte Zukunft! Wie das „Lernen mit Taschengeld“ gelingt, welche Dos und Don’ts sich bewährt haben, stellen wir hier vor. 

Die Dos  

  1. Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind einen festen, altersgemäßen Betrag.
  2. Seien Sie ein verlässlicher Partner und zahlen Sie das Taschengeld stets eigeninitiativ zum vereinbarten Wochentag. 
  3. Setzen Sie Rahmenbedingungen zur Verwendung: Gibt es Dinge, deren Kauf vom Taschengeld abgedeckt sein soll? 
  4. Taschengeld ist grundsätzlich zur freien Verfügung. Geben Sie Anregungen oder Hilfestellungen, entscheiden darf Ihr Kind jedoch selbst – ohne Bewertung seiner Kaufentscheidung. 
  5. Bedingungslosigkeit: (Regelmäßiges) Taschengeld sollte nicht von der Mitarbeit im Haushalt oder anderen Aufgaben abhängig gemacht werden. 
  6. „Nicht unter Druck setzen“: Das gilt in beide Richtungen. Kinder und Eltern halten sich an die vereinbarten Regeln rund um das Taschengeld. 
  7. Das Taschengeld reicht nicht für bestimmte Wünsche? Analysieren Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, wie sich das Problem lösen lässt. Kann das Geld gespart oder besser eingeteilt werden? Ist ein Zusatzverdienst möglich? 
  8. Gewähren Sie keine Vorschüsse oder Nachbesserungen. Zu schnell ausgegebenes Geld bietet die Chance, das eigene Kauf- oder Sparverhalten zu reflektieren und eine Strategie für den vorausschauenden Umgang mit Geld entwickeln. 
  9. Aus der Tabuzone holen: Machen Sie Geld in Ihrer Familie zum Thema! Besprechen Sie zum Beispiel die Relation des Taschengeldes zu den Einkünften der Familie. Woher kommt das Geld? Wofür geben Sie noch tagtäglich Geld aus? Setzen Sie Geld spielerisch ins Verhältnis zu den Einkünften und notwendigen Ausgaben einer Familie. 

Die Don’ts

  1. Taschengeld ist kein Erziehungsmittel: Es sollte nicht zur Belohnung oder Bestrafung eingesetzt werden, sondern wertfrei bleiben. 
  2. Gesundheit: Sollten Sie sich Sorgen um die Gesundheit Ihres Kindes machen, weil es beispielsweise nur Süßigkeiten kauft, suchen Sie das Gespräch! 
  3. Fairness und Moral: Sollte das Taschengeld zum Druckmittel werden, zur Bestechung oder Erpressung eingesetzt werden, schreiten Sie ein! 
  4. Verbotene und gefährliche Artikel: Für Produkte wie Alkohol, Zigaretten etc. gilt ein klares Kaufverbot – also eine Ausnahme von der „freien Verwendbarkeit“. 
  5. Internet: Gewähren Sie Ihrem Kind keine Möglichkeit des Online-Shoppings. Virtuelles Geld ist ungreifbar und ungleich leichter ausgegeben als Geld in der Geldbörse. 
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Eine Partnerschaft für die Bildung- Die Martin Bauer Group spendet 3000 Euro

Ein großes Dankeschön! 

Wir freuen uns sehr über die erneute Weihnachtsspende der Martin Bauer Group und sagen “Danke” für 3000 Euro! Bereits vor einem Jahr hatte sich die Martin Bauer Group für unsere Bildungsangebote in der Grundschule stark gemacht und WERTvoll macht Schule unterstützt. Mit der aktuellen Spende können wir unser Unterrichtsprogramm erweitern: Wir erschließen wichtige Themen altersgerecht – zum Beispiel, wie wir alle nachhaltig und schonend mit unseren Ressourcen umgehen können. Die Spende der Martin Bauer Group fließt in die Konzeption und Projektausarbeitung unserer neuen Stunde “Der Wald” aus der Themenfamilie “Nachhaltigkeit”. “Wir freuen uns über die mehrjährige Unterstützung eines Partners, dem Nachhaltigkeit genauso wichtig ist wie uns – so wachsen Wissen und Partnerschaft Hand in Hand!”, so Diana Bartl, Gründerin von WERTvoll macht Schule. Denn ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen liegt auch der Martin Bauer Group am Herzen. Für sie ist Nachhaltigkeit “ein verantwortungsbewusstes Handeln und Denken mit Blick auf die Zukunft – auf allen Ebenen” so Anne Wedel-Klein, Mitglied der Geschäftsleitung der MB Holding.  

Im Mittelpunkt unserer Unterrichtseinheiten stehen die individuellen und sozialen Kompetenzen von Kindern – immer auch mit dem Ziel, ihre Selbstsicherheit und Resilienz zu stärken. Dadurch können Schüler:innen ihren Alltag in Krisenzeiten und Krisensituationen – wie jetzt in der Corona-Pandemie – selbstbewusst und widerstandsfähiger meistern. “Wissen macht stark und schafft Selbstvertrauen! Kinder wollen ihre Welt verstehen, und dabei wollen wir sie unterstützen”, fasst Diana Bartl, Geschäftsführerin von WERTvoll macht Schule die Ziele des Unterrichtsprogramms zusammen. Diesen Grundgedanken im Hinterkopf, erstellt und publiziert WERTvoll macht Schule Unterrichtseinheiten aus Themenfamilien wie Finanzen, Umgang mit Medien, Konsum und Nachhaltigkeit – um den Alltag von Kindern abzubilden und sie für ihre Zukunft zu stärken. 

“Als Hersteller von Naturprodukten haben wir Nachhaltigkeit und den verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen zum Dreh- und Angelpunkt unseres Handelns gemacht. Unser Fokus auf diese Werte verbindet uns mit der gemeinnützigen Initiative WERTvoll macht Schule“, betont Anne Wedel-Klein. Wir freuen uns über die Unterstützung von Partnern, die unsere Werte teilen: Sie hilft uns dabei, mit unserer WERTvollen Mission alltagsrelevante Themen und Kompetenzen in die Grundschulklassenzimmer zu bringen und so Kinder zu stärken.  

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Statussymbole und die Suche nach Anerkennung

“Mein Haus, mein Auto, mein Boot!” – so kokett wurde vor ein paar Jahren in einem TV-Spot für Geldanlagen geworben. Die Werbung verpackte mit charmantem Witz ein Gefühl, das wohl vielen bekannt vorkommt, (auch wenn es nicht unbedingt die eigene Yacht sein muss): das Bedürfnis, etwas vorweisen zu können, etwas erreicht zu haben, “jemand” zu sein. Dieser Wunsch schlummert wohl in jedem von uns. Doch was bedeutet das eigentlich? Und wieso legen wir in unserer Gesellschaft solchen Wert auf Statussymbole? 

Statussymbole und Gesellschaft

Die “Gesellschaft” ist nicht einfach eine homogene Masse, sondern sie ist durch viele Regeln, Kategorien und Klassifizierungen geprägt – sozusagen in „Schubladen“ geordnet. Auf diese Schubladen ist die Gesellschaft auch durchaus angewiesen, denn in der Interaktion mit anderen Menschen brauchen wir einen Orientierungsrahmen. Und so dienen Muster dazu, uns (unbewusst) einer Gruppe zuzuordnen: wie wir uns in der Gruppe verhalten, wie wir unsere sozialen Interaktionen oder auch unser Aussehen gestalten. Und auch in der Ausdrucksweise ordnen wir uns (absichtsvoll oder unbewusst) bestimmten Milieus zu. 

Die Wertigkeit von Merkmalen

Wie in einer Gesellschaft bestimmte Merkmale, etwa Bildung, bewertet werden und welche als erstrebenswert gelten, ist abhängig von den Werten, die eine Gesellschaft für sich definiert hat. Diese Merkmale oder auch Statuskriterien reichen von Alter, Geschlecht und Herkunft bis zu Bildung, Beruf, Besitz, Macht oder auch persönlichen Eigenschaften. Sehen wir bei Menschen, die
älter sind, einen größeren Erfahrungsschatz und Wissen, die wir als wertvoll erachten? Ist ein Doktortitel respektabler als ein Hauptschulabschluss? Genießt ein Arzt mehr Ansehen als ein Busfahrer, der Kinder sicher von der Schule nach Hause bringt? Wie bewerten wir die Kleidung eines Menschen? Ist die glamouröse Birkin Bag wertvoller als die Jutetasche des Ökoladens um die Ecke? 

Gesellschaft misst jedem dieser Merkmale einen Wert zu. Dieser Wert steht durchaus nicht fest, er kann sich im Laufe der Zeit verändern oder regional unterscheiden. Nehmen wir beispielsweise die Figur einer Frau. Üppige Rundungen galten für Rubens als Schönheitsideal und Ausdruck von Reichtum. Mit einer sich verändernden Gesellschaft wandelte sich auch dies im Lauf der Zeit und die Rubensfigur wurde durch eine Size Zero-Figur abgelöst. Dagegen gilt in Mauretanien auch heute noch weibliche Körperfülle als Statussymbol. Und während es in individualistischen Gesellschaften zählt, sich (mit Hilfe von Statussymbolen) möglichst von anderen abzuheben, werten andere Gesellschaft gerade das Einordnen in eine homogene Gruppe als erstrebenswert. Je nachdem, in welchem sozialen Kontext, in welcher Gesellschaft wir uns also befinden, gelten unterschiedliche Sets von Statuskriterien. 

Die Rolle der Gruppe

Der soziale Kontext oder eben die Gruppe ist dabei ein entscheidendes Element. Denn erst im Miteinander entfalten diese Merkmale ihre volle Wirkung. Einschätzung und Bewertung im Kollektiv setzen den Maßstab dafür, was Anerkennung verdient und wichtig ist. Wären wir alleine auf dieser Welt, wäre es dagegen völlig unerheblich, ob wir reich, gebildet, mächtig wären oder „aus gutem Hause“ kämen. Erst im Vergleich mit anderen gibt es auch ein “besser” und “schlechter”. Nur in der Gruppe entsteht eine Hierarchie, in der jeder Einzelne eine bestimmte Position einnimmt. Und nicht nur das: Mit einem bestimmten Status ist auch die Erwartung an ein bestimmtes Verhalten verbunden. 

Die Funktion von Statussymbolen

Warum streben Menschen überhaupt danach, eine bestimmte Rolle auszufüllen, ihr zu entsprechen? Ganz einfach: Dahinter steht das natürliche Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Anerkennung. Der Soziologe William I. Thomas beispielsweise zählt die Anerkennung zu den grundlegenden Wünschen jedes Menschen. So ist es nachvollziehbar, dass wir uns diesen Wunsch zu erfüllen versuchen, indem wir den Erwartungen an unsere Rolle entsprechen. Statussymbole haben hier eine wichtige Funktion. Das schnelle Auto, das große Haus oder der Doktortitel haben symbolische Wirkung. Mit ihrer Hilfe demonstrieren wir, welchen Status wir in einer Gesellschaft einnehmen. So wird es für andere leichter, uns zu bewerten und einzuschätzen. Doch im Vergleich mit anderen haben sie noch eine weitere Funktion: Sie spiegeln nämlich nicht nur wider, welchen Status wir innehaben, sondern auch, welchen wir gerne hätten – zu welcher Gruppe wir gerne gehören oder in welchen Kreisen wir gerne verkehren würden. Menschen sind bestrebt, sich nach außen möglichst gut darzustellen, denn wer möchte schon gerne das Schlusslicht sein? Und so schmücken wir uns mit den Statussymbolen, die in unserer Gesellschaft als besonders wertvoll gelten. Anders formuliert: Wir erhoffen uns davon hohes Ansehen. Manchmal bedeutet dies, dass wir unser letztes Geld zusammenkratzen, um vor der Tür den schönen Wagen zu stellen – oder mit dem neuesten Handy zu beeindrucken. Die Belohnung ist die Anerkennung und Wertschätzung durch das Umfeld, dem wir uns als erfolgreich, glücklich oder zumindest ebenbürtig darstellen.   

Diese Mechanismen zu reflektieren ist der erste Schritt, um nicht nur für sich selbst selbstbewusstere und unabhängige Konsumentscheidungen zu treffen, sondern auch, dies den Kindern vorzuleben – sei es im Unterricht oder zuhause. Was schon für Erwachsene nicht einfach ist, stellt für Kinder eine umso größere Herausforderung dar. Bleiben Sie in Kontakt mit den Kindern – und im Gespräch! Damit Selbstwertgefühl und Statussymbole nicht voneinander abhängen. 

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“Was bedeuten Statussymbole für mich?” – WERTvoll meinen Konsum reflektieren

Wieso hat man manchmal ein so großes Bedürfnis danach, bestimmte Güter zu besitzen? Statussymbole drücken die gesellschaftliche oder sozioökonomische Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe aus. Das gilt nicht nur für Erwachsene – bereits Kinder spüren den Einfluss von und das Bedürfnis nach Statussymbolen. Welche Symbole im Trend liegen, kann variieren: je nachdem, wie alt Schüler:innen sind, welche Schule sie besuchen, ob sie auf dem Land oder in der Stadt wohnen und welchen sozioökonomischen Hintergrund ihre Familien mitbringen. Nicht immer sind Statussymbole materiell: Immaterielles wie soziales Engagement oder gesunde Ernährung kann ebenfalls die Funktion eines Statussymbols einnehmen.   

Warum eine Schulstunde über Statussymbole? Ein geringes Selbstwertgefühl in Kombination mit sozialem Druck kann Grund dafür sein, dass Kinder sich zum Besitz und zur Zurschaustellung von Statussymbolen gedrängt fühlen. Die Aufgabe von Schule und Elternhaus: Kinder darin zu bestärken, dass sie gut sind, wie sie sind. So können wir Kinder darin unterstützen, selbstbewusst zu handeln und ihr Selbstwertgefühl unabhängig von materiellen Gütern zu entwickeln.  

Unsere neue Unterrichtseinheit “Was bedeuten Statussymbole für mich?” aus der Themenfamilie “Medien & Konsum” erklärt Schüler:innen, was Statussymbole überhaupt sind. Im Unterricht tauschen sie sich darüber aus, welche Statussymbole sie bereits kennen. Die Unterrichtsstunde soll Kinder auch zur Reflexion anregen, ob sie Statussymbole selbst brauchen oder sich ohne sie wertvoll fühlen können – so wird die Selbstbestimmtheit gestärkt. Außerdem entdecken die Schüler:innen auch, dass man auf manche Wünsche verzichten kann.  

Daneben vermittelt die Unterrichtseinheit den Schüler:innen ebenfalls, was es heißt, verantwortungsvolle finanzielle Entscheidungen zu treffen. Denn materielle Wünsche kosten Geld und oft fehlen die finanziellen Ressourcen, jeden Trend mitzumachen. Die Unterrichtsmaterialien legen den Grundstein dafür, dass Schüler:innen in der Lage sind, Statussymbole kritisch zu hinterfragen und zu erkennen, dass sie keine zwingende Notwendigkeit darstellen, um sich selbst zu akzeptieren und zu sich stehen. 

Die Gestaltung der Stunde war uns durch die Förderung ZukunftsMUT der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt möglich. Dafür bedanken wir uns. 

Kennt euren Wert und handelt WERTvoll! 

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Einfach und digital – alle unsere Unterrichtseinheiten immer griffbereit im Online-Portal

Smartphone, Tablet oder Computer – auf unserem neu gelaunchten Online-Portal www.unterrichtsmaterial.digital sind unsere Unterrichtseinheiten und die zugehörigen Materialien komplett digital verfügbar.  

Digitalisierung spielt für den Unterricht eine immer wichtigere Rolle. Mit unserem Online-Portal ermöglichen wir Lehrer:innen, die Unterrichtsplanung und -durchführung digital zu gestalten. Wir entsprechen damit den aktuellen Anforderungen an einen zeitgemäßen Unterricht. Gleichzeitig eignen sich Kinder mit unserem Unterrichtsprogramm Medienkompetenzen an, die durch unsere digitalen Unterrichtsideen unterstützt werden. 

Auch das Elternhaus profitiert von unserem digitalen Angebot. Unser Magazin „WERTvoll gedacht“ ist ebenfalls online zugänglich. Unter www.wertvoll-gedacht.de findet sich die erste Ausgabe und ab 2022 die neueste Ausgabe unseres Magazins.  

Einfach abrufbar 

Alle Unterrichtseinheiten und das Elternmagazin sind über Smartphone, Tablet und Computer abrufbar. Mit ihren Login-Daten haben Lehrkräfte stets vollen Zugriff auf unser Unterrichtsprogramm.  

Wichtig zu wissen: Alle Lehrkräfte, die das Angebot von WERTvoll macht Schule bereits nutzen, müssen einmal ein neues Passwort anfragen, um Zugang zum aktuellsten Stand der Unterrichtseinheiten zu erhalten. 

Nachhaltig und aktuell 

Die Digitalisierung unserer Unterrichtsmaterialien und des Elternmagazins hat einige Vorteile: Mit unserem digitalen Angebot eröffnet sich die Möglichkeit einer Ressourcen-schonenderen und nachhaltigen Arbeitsweise. Zudem erweitern wir laufend unser Programm um neue Unterrichtseinheiten. Neue oder überarbeitete Unterrichtseinheiten werden von uns sofort aktuell eingestellt und können von den Schulen stets aktuell abgerufen werden. 

Einfache Umsetzung 

Nutzen Sie die komplett ausgearbeiteten Unterrichtsmaterialien und ersparen Sie sich lange Vorbereitungszeiten: Stundenbilder, Arbeitsblätter, Bodenbilder und Lösungshinweise sind in den Unterrichtsmaterialien enthalten. Die Unterrichtseinheiten sind direkt im Unterricht einsetzbar und eignen sich zudem für Vertretungsstunden. Mit dem Klassenübergabeprotokoll behält man jederzeit den Überblick. 

Lehrplankonform 

Setzen Sie die Unterrichtsmaterialien im regulären Unterricht ein. Alle Themen und verwendeten Methoden entsprechen den Anforderungen der Lehrpläne für die verschiedenen Schularten. 

Fächerübergreifend 

Deutsch, Mathematik, Ethik/Religion, Kunst, Sachunterricht oder Kunst – unsere Unterrichtsmaterialien lassen sich vielfältig in den Lehrplan integrieren. Denn mit den Unterrichtsmaterialien von WERTvoll macht Schule begegnen Kinder Themengebieten aus verschiedenen Perspektiven. 

Kompetenzorientiert 

Bei der Konzeption unserer Unterrichtseinheiten und –materialien wird darauf geachtet, den Schüler:innen einen großen Kompetenzgewinn zu ermöglichen. Es soll Kindern nicht nur Wissen, sondern auch Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln, die ihnen in ihrem zukünftigen Leben helfen. 

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Auch Streiten will gelernt sein – “Streitbeobachter unterwegs”

Konflikte treten in verschiedenen Situationen des Lebens auf, in denen Menschen miteinander zu tun haben. Auch bei Kindern ist das Thema “Streit” allgegenwärtig und ein integraler Bestandteil ihrer Lebenswirklichkeit. Im täglichen Miteinander auf dem Schulhof, in ihrer Freizeit oder in der Familie erleben Kinder verschiedene Streitsituationen. Streit an sich ist durchaus als positiv zu werten, da man sich im Rahmen von Konflikten mit dem eigenen Standpunkt und dem des Gegenübers auseinandersetzt. Jedoch nehmen Kinder Streit häufig als Kampfsituation wahr, in der sie nicht richtig wissen, wie sie sich verhalten sollen. Fehlt hier ein reflektiertes Verhalten, kann es schnell zu verbalen oder psychischen Angriffen kommen.  

Deshalb ist es wichtig, das richtige Streiten zu erlernen. Unter altersgerechter Anleitung sind bereits Grundschulkinder in der Lage, das eigene Handeln aus der Sicht einer anderen Person zu reflektieren und Situationen aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Kinder können lernen zu verstehen, dass ihre Klassenkamerad:innen anders sind als sie: Das zu akzeptieren und dennoch miteinander zu einer Klärung zu kommen, ist ein Lernprozess. Doch um andere akzeptieren zu können, ist es wichtig, sich zuerst mit den eigenen Stärken und Schwächen auseinanderzusetzen. Denn mit der Selbstreflexion entwickelt sich auch die Empathie für andere.  

Kinder profitieren von einer Anleitung, wie sie sich in Konfliktsituationen verhalten könnten: Sie hilft ihnen auch im Alltagsleben, Konflikte friedlich zu lösen. Unsere neue Unterrichtseinheit “Streitbeobachter unterwegs” aus der Themenfamilie “Emotionen und Konflikte” leitet Kinder in einer spielerischen Herangehensweise an, Konflikte zu verstehen und Konfliktsituationen zu reflektieren. Dabei wird direkt an die Erfahrungen der Kinder angeknüpft. Als “Streitbeobachter” sammeln die Kinder vorab Eindrücke von Konfliktsituationen, die sie anschließend in einem Rollenspiel nachspielen.  

Die Schüler:innen stellen verschiedene Verhaltensweisen dar und reflektieren die gespielten Handlungssituationen. Indem sie sich in beide Streitparteien hineinversetzen, können sie deren Gefühle sowie Meinungen nachvollziehen. Dadurch sind sie in der Lage, mögliche Folgen eines bestimmten Verhaltens einschätzen zu können. Die Kinder entwickeln anhand der ausgewählten Streitsituation Strategien, um den Konflikt zu lösen. Hier können soziale Verhaltensweisen wie Rücksichtnahme, Verantwortungsbereitschaft und die Bereitschaft, Konflikte friedlich zu lösen, als mögliche positive Lösungsstrategien für den Alltag bereitgestellt werden. Die Schüler:innen lernen, dass Konflikte Teil des Lebens sind, aber mit der Fähigkeit, Konflikte friedlich zu lösen und respektvoll miteinander umzugehen, nicht schlimm enden müssen.  

 Die Gestaltung der Stunde war uns durch die Förderung ZukunftsMUT der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt möglich. Dafür bedanken wir uns. 

Seid reflektiert und handelt WERTvoll! 

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Das muss ich haben! – Statussymbole und Selbstwert bei Kindern

“Das muss ich unbedingt haben! Meine Freunde haben auch alle eines.” Früher oder später haben die meisten Eltern das schon einmal von ihren Kindern gehört – Sie sicher auch! Diese Sehnsucht nach dem neuesten Smartphone, den tollsten Sneakern oder der schönsten Barbie (natürlich mit dem dazugehörigen Haus und der Extra-Ausstattung!): Früher oder später wird jedes Kind damit konfrontiert. Denn die anderen bekommen es schließlich auch, oder? Der Vergleich durch Statussymbole, die beinahe überlebenswichtig scheinen, ist nicht erst ein Merkmal des Erwachsenwerdens. Schon Kindern kennen Statussymbole.  

Im Trend liegen

Auch wenn sich die Objekte der Begierde mit dem Alter verändern, so sind Kinder doch keineswegs davor gefeit, gängige Statussymbole zu erkennen und ihren Besitz anzustreben. Dahinter steht das menschliche Bedürfnis nach Anerkennung. Kinder wollen von ihrem Umfeld, von Freund:innen und Schulkamerad:innen akzeptiert werden. Statussymbole sind in der heutigen Konsumgesellschaft ein allgemein akzeptiertes Hilfsmittel, um Anerkennung zu erhalten. Mit Trends und Marken zeigt man anderen, dass man dazugehört: Denn nichts wäre schlimmer als Ausgrenzung, oder? Doch Statussymbole haben ein Verfallsdatum. Weil es sich bei ihnen heutzutage hauptsächlich um materielle Güter handelt, kann der Trend von heute morgen schon vorbei sein. Und so etabliert sich schnell ein Wettlauf, denn kein Trend, keine Mode hält sich besonders lange. Nachdem die Spielwaren-Kollektion vervollständigt ist, folgen Spielekonsole, Handy, neueste Rucksäcke und Kleidung, und alle werden in der nächsten Saison von einem neuen Modell abgelöst. Das wiederum ist von den Herstellern gewollt, denn so werden aus Käufer:innen dauerhafte Kund:innen. Und: Den Kreislauf der ständig neuen Konsumbedürfnisse zu durchbrechen fällt selbst Erwachsenen schwer – obwohl sie die Mechanismen häufig kennen! 

Statussymbole und Konsum

Die Fokussierung auf Statussymbole kann schnell negative Auswirkungen haben. Zum einen sind besonders Familien mit geringeren finanziellen Mitteln betroffen. Denn um mithalten zu können, braucht man Geld! Schnell fühlt ein Kind sich abgehängt, wenn die Eltern nicht die teuren Sneakers bezahlen können oder wollen, die der/die Klassenkamerad:in hat. Wer sich jeden Traum erfüllen und jedem Trend folgen will, läuft Gefahr, über die eigenen Verhältnisse zu leben. Zum anderen wird mit dem Erwerb von Statussymbolen häufig kompensiert, was durch Konsum nur kurzfristig zu erlangen ist: ein Upgrade auf den eigenen Selbstwert. Statussymbole vermitteln nicht nur anderen, dass man wertvoll ist, sie bekräftigen diesen Wert auch für das eigene Ich. Dies betonen besonders Studien zu Armutsfolgen bei Kindern (Claudia Laubstein, Gerda Holz, Nadine Seddig: ”Armutsfolgen für Kinder und Jugendliche – Erkenntnisse aus empirischen Studien in Deutschland“; 2016): So stifte Konsum Teilhabe sowie subjektiven Lebenssinn und würde Familien und damit auch Kinder dazu dienen, den eigenen Status zu demonstrieren und Selbstwert zu schöpfen. Werbung fördert ein reges Konsumverhalten und suggeriert den Konsument:innen – also auch Kindern – was neu, angesagt, noch besser und schöner ist. Doch nicht nur das – Werbung transportiert auch Werte unserer Gesellschaft. Sie zeigt uns, was es scheinbar braucht, um glücklich, zufrieden und erfolgreich zu sein. Und so können schon Frühstückscerealien Erstaunliches bewirken.  

Kinder unter Druck

Zwar sind Kinder in Armut ungleich schwerer betroffen, doch Wohlstand bewahrt nicht davor, die Welt nach Besitz, Aussehen und Ansehen zu bewerten und sich selbst danach bewerten zu lassen. Für Kinder kann dies einen enormen Druck bedeuten, der im Extremfall bis zum Mobbing geht. Ebenso kann es für Eltern zur Belastung werden, ständig hin und her gerissen zu sein: Da ist einerseits der Wunsch, das Kind zu unterstützen und seine Wünsche zu erfüllen. Und andererseits die Frage, ob man jedem Begehren und Kaufwunsch sofort nachgeben muss – oder das überhaupt kann!  

Bewusst handeln

Doch es gibt auch eine gute Nachricht. Zwar haben Statussymbole einen festen Platz in unserer Gesellschaft, aber Kinder können lernen, damit umzugehen. Das gesamte Umfeld eines Kindes kann dabei unterstützend wirken. Erwachsene, insbesondere Eltern, fungieren als Vorbilder, deren Handeln, Weltanschauungen und eigene Wünsche von Kindern wahrgenommen, interpretiert und übernommen werden. Neben den Dingen, die Kinder aktiv lernen, geschieht diese Wahrnehmung meist unbewusst.  

Kinder brauchen die Möglichkeit, sich intensiv mit ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen auseinanderzusetzen. Dazu gehört, dass sie diese genauer zu bestimmen und auch zu hinterfragen lernen. So lassen sich Motive und Auslöser identifizieren, die zur Entstehung eines Wunsches führen. Denn hinter Konsumwünschen steckt nicht selten das Bedürfnis nach Anerkennung oder Zuneigung. Nebenbei erfahren Kinder so, was der Unterschied zwischen Grundbedürfnissen wie Liebe, Geborgenheit und Gesundheit und Konsumwünschen ist.  

Bedürfnisse hinter dem Konsum

Warum wünsche ich mir dieses Produkt? Was steckt hinter meinem Wunsch? Wie macht Werbung mir das Produkt schmackhaft? Und kann und will ich mir dieses Produkt überhaupt leisten? Um ein reflektiertes und selbstbestimmtes Konsumverhalten bei Kindern anzuregen, können Sie sie in vielerlei Hinsicht unterstützen – auch zuhause! So ist es wichtig, Kinder über Strategien und Taktiken von Werbung aufzuklären. Grundkompetenzen rund um einen klugen und verantwortungsvollen Umgang mit Geld helfen Kindern außerdem, die Preise für besonders “gehypte” Produkte einzuschätzen. Ein weiterer, noch bedeutenderer Aspekt ist es, dass Kinder im Alltag erfahren und erleben, dass ihr eigener Wert und die Wertschätzung anderer nicht von Besitz abhängig ist. Dazu gehört ein guter Umgang miteinander, der auf Respekt, Toleranz und Empathie basiert. Situationen, in denen sozialer Druck und Konflikte für Kinder entstehen, müssen aufgegriffen und mögliche Lösungsstrategien entwickelt werden. Hier können Eltern aktiv Situationen benennen, die ihnen aufgefallen sind und mit ihrem Kind besprechen, wie es sich in der Situation gefühlt hat. Ebenso sollten Fähigkeiten und Talente von Kindern hervorgehoben und gefördert werden, die den Fokus von Äußerlichkeiten abwenden. Dies kann in der Schule und zu Hause im Alltag gleichermaßen geschehen.  

Durch das Umfeld lernen: Vorbild sein

Erwachsene können den Lernprozess der Kinder positiv anregen und begleiten, indem sie ihre eigenen Bedürfnisse und Verhaltensmuster, gerade in Bezug auf Konsum, ergründen und reflektieren. Die Sensibilisierung für die Problematik und ein Umdenken in der Bewertung von Statussymbolen erzielen Eltern am besten dadurch, dass sie zuerst bei sich selbst genauer hinsehen und sich klarmachen: Welche Werte wollen wir an die nächste Generation weitergeben? Im Alltag miteinander erfahren Kinder so ganz automatisch, welche Werte für ihre Eltern zählen – und dass ihr eigener Wert nicht von Statussymbolen abhängt. 

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Gemeinsam entscheiden – demokratisch handeln

“Wohin geht der nächste Klassenausflug?” – eine Frage, bei der es viel Fragen zu klären gilt. Wie weit weg führt die Fahrt? Wieviel soll der Ausflug kosten? Aber genauso gut muss abgewogen werden, was den meisten Kindern Spaß macht. Eine schwierige Entscheidung! Schließlich hat jede und jeder andere Vorlieben. Beim Thema ”Schulausflug” geht es um die Schüler:innen. Wieso also nicht die Kinder direkt in die Entscheidungsfindung einbeziehen und die Gelegenheit dazu nutzen, gemeinsam zu erforschen, was es eigentlich mit dem Mehrheitsprinzip auf sich hat? 

Kompromisse bei Entscheidungen

Kinder können schon früh lernen, was es heißt, Teil eines Entscheidungsprozesses zu sein. Eine Möglichkeit ist, ihnen früh die Möglichkeit der Mitgestaltung bei Entscheidungen zu geben – natürlich altersgerecht. Und Entscheiden will gelernt sein! Denn naturgemäß kann sich bei Gruppenentscheidungen nicht jede Stimme durchsetzen. Meistens gilt die Wahl der Mehrheit als guter Kompromiss. Damit Kinder schon früh lernen, was es bedeutet, demokratisch zu entscheiden und diese Entscheidungen zu akzeptieren, unterstützt unsere neue Unterrichtseinheit “Wir entscheiden gemeinsam” Lehrkräfte dabei, Schüler:innen Grundlagen demokratischer Entscheidungsprozesse altersgerecht zu vermitteln.  

Das Mehrheitsprinzip und demokratische Entscheidungen

Die neue Unterrichtseinheit aus der Themenfamilie “Emotionen und Konflikte” konzentriert sich hierbei auf den Begriff des Mehrheitsprinzips. Mit der zentralen Frage “Wohin geht der nächste Klassenausflug?” werden die Schüler:innen mit einer Situation aus dem eigenen Schulalltag konfrontiert, bei der sie direkt betroffen sind. Anhand der Frage wird das Mehrheitsprinzip sowie das Vorgehen einer demokratischen Entscheidung erklärt. Wir danken der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt für ihre Förderung ZukunftsMUT, mit der wir diese Unterrichtseinheit realisieren konnten.

Selbstreflexion des eigenen Verhaltens bei Entscheidungen

Indem sich die Kinder sowohl in die Mehrheit als auch in die Minderheit hineinversetzen, reflektieren sie dabei ihre eigenen Gefühle und setzen sich ebenfalls mit den Gefühlen anderer auseinander. Die Schüler:innen erfahren in der Praxis, wie man in Konfliktsituationen anhand demokratischer Werte eine Lösung findet. Dabei erkennen sie, dass ein Mehrheitsentscheid eine gerechte Entscheidung ist und lernen, mit ihren Gefühlen umzugehen, auch wenn sie in der Minderheit sind. Ziel dieser Unterrichtseinheit ist es, dass Schüler:innen demokratische Entscheidungsprozesse verstehen, anwenden können und, weil sie den Prozess nachvollziehen können, eine Mehrheitsentscheidung akzeptieren und tolerieren können. 

Seid fair und handelt WERTvoll! 

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Tipps für den Alltag – Finanzplanung und Einkauf

Ein Einkauf will wohlüberlegt sein. Eine gute Planung erspart es, später verdorbene Lebensmittel wegwerfen zu müssen und spart damit nicht nur Geld, sondern verknüpft auch die Finanzplanung im Alltag mit dem Thema “Lebensmittelwertschätzung”. 

Am Beginn stehen einige Fragen, die man mit etwas Übung jedes Mal routinierter beantworten kann: Wie viel kaufe ich am besten ein, so dass ich am Ende keine Lebensmittel und damit kein bares Geld wegwerfen muss? Wieviel von diesem Lebensmittel benötigen wir wirklich – und wieviel können wir verbrauchen, bevor es verdirbt? Welches Produkt ist am preiswertesten? In welchem Supermarkt gibt es die besten Angebote?  

Die Lösung auf die Fragen: ein Plan, der vor dem Einkauf festlegt, was man braucht. Ein solcher Plan hilft auch dabei, dem gesetzten Budget entsprechend einzukaufen. Damit Kinder früh sowohl in die Finanzplanung als auch in den Einkauf von Lebensmitteln miteingebunden werden, möchten wir ein paar Anregungen geben: Der Einkauf von Lebensmitteln ist eine alltägliche Aufgabe, mit der Kinder in die Finanzplanung eingeführt werden können.  

Dabei lernen sie nicht nur ganz konkret, Preise zu unterscheiden und den Lebensmittelbedarf einzuschätzen. Beim Planen erfahren Kinder auch, was es heißt, wichtige Entscheidungen zu treffen und verschiedene Aspekte miteinander abzuwägen. Kinder entwickeln dadurch ein Gefühl für Lebenshaltungskosten genauso wie für die finanzielle Situation der eigenen Familie.  

Entsprechend dem Alter des Kindes sollte auf den bestehenden Fähigkeiten und dem bereits Gelernten aufgebaut werden. Ziel ist, Kinder konstruktiv an den Umgang mit Geld heranzuführen. Das gelingt über die Verknüpfung mit einem alltäglichen und vertrauten Thema: Denn die Lebensmittel, die wir täglich essen, sind im Laden mit einem konkreten Wert verknüpft. Über die Planung entwickeln Kinder auch ein Gefühl für die Lebensmittel, die sie täglich essen. Mit einer altersgerechten Herangehensweise wird das Thema Geld so nicht zu einem angstbesetzten, sondern einem alltagspraktischen Thema und Kinder lernen, dass Finanzen mit einem Plan besser gehandhabt werden können.  

Der erste wichtige Aspekt ist die offene Kommunikation des Einkaufsplanes. Ein guter Start ist, Kindern das Planen des Einkaufes und Schreiben des Einkaufszettels näher zu bringen. Gemeinsam entscheidet man, was gebraucht wird und was nicht. Sie können im eigenen Kühlschrank nachschauen und überlegen, was noch fehlt. Hilfreich ist auch, zu erläutern, warum man sich für bestimmte Produkte, wie eine große Familienpackung, entscheidet.  

Nach der offenen Kommunikation kann bereits Verantwortung übergeben werden. Ein guter Schritt hierbei ist, Kinder den Einkaufszettel für den nächsten Einkauf schreiben und die Kosten schätzen zu lassen. Anschließend geht man gemeinsam zum Einkaufen. 

Im Supermarkt nimmt man sich dann die Zeit und schaut sich gemeinsam Produkte und ihre Preise an. Damit Kinder ein Gespür für Produkte und Preise bekommen, helfen Fragen, wie: “Was steht wo im Regal?”, “Warum kosten ähnliche Produkte unterschiedlich viel?” oder “Warum entscheiden wir uns für das Produkt einer bestimmten Marke?”.  

Nachdem bereits erkannt wurde, dass ähnliche Produkte in einem Supermarkt unterschiedlich viel kosten, ist es auch hilfreich, Kinder in verschiedenen Supermärkten die Preise identischer Produkte miteinander vergleichen zu lassen. Hierbei kann überlegt werden, wieso das gleiche Produkt in einem Supermarkt mehr kostet als in einem anderen.  

Wenn Kinder schon früh in den gesamten Prozess der Finanzplanung bei einem Einkauf mit eingebunden werden, erhalten sie ein umfassendes Verständnis für den Umgang mit den eigenen finanziellen Möglichkeiten. Kinder am Einkauf und der Auswahl der Produkte teilhaben zu lassen, hilft ebenfalls dabei, ihnen ein respektvolles Verständnis für die Lebensmittel zu geben, die sie täglich essen. Das Einbeziehen der Kinder in den Entscheidungsprozess vor und beim Einkauf sorgt außerdem dafür, dass sie schon früh lernen, Teil einer Entscheidung zu sein. 

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