Stundenvorstellung

Über negative Gefühle reden – denn “Neid – alle kennen das Gefühl”

Ich will das auch! Wie oft hatten wir diesen Gedanken wohl schon? So sehr wir uns bemühen, schleicht sich doch ab und zu ein kleiner Augenblick des Neides auf jemanden oder etwas ein. Neid entsteht, wenn jemand etwas hat, das man selbst gerne hätte und wenn man sich dann mit der anderen Person vergleicht. Neid ist für uns meistens negativ konnotiert und das Gefühl wird verdrängt, anstatt sich damit auseinandersetzen. Doch nicht nur wir Erwachsenen kennen dieses unschöne Gefühl von Neid. Auch Kinder spüren Neid. Doch oft verstehen sie noch nicht, was sie da empfinden und fühlen sich deswegen schlecht. Zu wissen, dass Neid ein ganz normales Gefühl ist, das jede*r mal empfindet, kann ihnen dabei helfen, das Gefühl einzuordnen und angemessen damit umzugehen.  

Für Kinder ist es wichtig, dass sie früh lernen, das Gefühl von Neid selbstkritisch wahrzunehmen und zu verstehen, dass Neid zwar ein negativ bewertetes, aber dennoch ein natürliches, menschliches und doch irgendwie elementares Gefühl ist, das jede*r kennt. Es ist essentiell, Kindern Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie mit Emotionen wie Neid umgehen können. Verschiedene Strategien können hierbei helfen, das Gefühl abzumildern oder in produktives Verhalten umzuwandeln. Das Gefühl sich in einer vermeintlich schlechteren Position zu befinden als andere, kann zu Abwehrstrategien und sogar zu Aggression und Hass führen. Möglichkeiten zur Selbstreflexion oder sogar schon das bewusste Kennenlernen helfen Kindern dabei, ihre eigenen Emotionen zu regulieren. 

Mit dieser Thematik beschäftigt sich unsere Stunde “Neid – alle kennen das Gefühl, Teil 1” aus der Themenfamilie “Emotionen und Konflikte”. Die Schüler*innen setzen sich in dieser Unterrichtseinheit intensiv mit der gefühlten Emotion “Neid” auseinander. Sie lernen viel über das Gefühl “Neid” und betrachten ihr eigenes Verhalten selbstkritisch. Die Kinder können Selbstwertgefühl aufbauen und erkennen, wie wichtig respektvoller Umgang miteinander ist. Neid ist nichts, wofür sich die Schüler*innen schämen müssen, aber doch eine Emotion, mit der man sich auseinandersetzen muss, um sie zu verstehen und zu verhindern, dass sie negative Auswirkungen auf das eigene Verhalten hat. Denn die Analyse von Neid steht am Anfang einer reflektierten und besonnenen Reaktion auf das Gefühl. Die Schüler*innen erkennen, dass ihnen Empathie dabei hilft, sich mit anderen zu freuen, anstatt gleich etwas für sich selbst einzufordern – und dass Neid auch Motivation sein kann, dem Vorbild von anderen nachzueifern. Sie lernen, sich von dieser Emotion nicht überrennen zu lassen und angemessen mit ihr umzugehen.  

Seid reflektiert und handelt WERTvoll!

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Integration beginnt mit Empathie – “Welche Wünsche haben Kinder aus anderen Ländern?”

Die Coronakrise hat ein Schlaglicht auf die eigenen Wünsche geworfen und viele vermutlich zu einem Umdenken bewegt. Die mit der Pandemie verbundenen Einschränkungen haben die Sichtweisen auf unsere Privilegien teilweise nachhaltig beeinflusst. Dies trifft sicherlich auch auf unsere Kinder zu. Standen vor der Coronakrise häufig noch materielle Dinge wie das aktuellste Smartphone oder neue Fußballschuhe ganz oben auf der Wunschliste, haben sich die Wünsche mittlerweile häufig in eine andere Richtung entwickelt. Viele Kinder wünschen sich einfach nur, wieder mit ihren Mitschüler*innen in der Schule zu sitzen oder mit ihren Freund*innen spielen zu können. Immaterielle Wünsche rückten auf der Wunschliste der Kinder weiter nach oben, als die Pandemie gemeinsame Erlebnisse unmöglich machte. Als Selbstverständliches nicht mehr alltäglich war, veränderte sich auch die Wahrnehmung dieser Möglichkeiten.  

Eigene Wünsche vs. Wünsche Anderer – Reflexion lernen 

Hat die Auseinandersetzung mit den eigenen Wünschen Kinder während der Coronakrise zu einem Umdenken bewegt, so schärft auch die Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen und Wünschen von Kindern aus anderen Regionen oder Teilen der Welt das Bewusstsein für die eigenen Wünsche. Die Gegenüberstellung dessen, was in der eigenen Heimat und in der Heimat anderer Kinder selbstverständlich oder eben wünschenswert ist, hat einen nachhaltigen Effekt auf die Wahrnehmung eigener Bedürfnisse. Und genau darum geht es in einer unserer Unterrichtseinheiten.  

“Wünsche von Kindern aus anderen Ländern”, die Unterrichtseinheit aus der Themenfamilie “Wünsche, Bedürfnisse, Gute Tat”, soll Kinder anregen, sich sowohl mit Wünschen als auch mit Lebenssituationen von Kindern in anderen Ländern auseinanderzusetzen. Hier vergleichen die Schüler*innen ihre eigenen Wünsche mit denen von (fiktiven) Kindern aus anderen Ländern. Dabei lernen sie, Unterschiede in diesen Wünschen auszumachen und setzen sie in Beziehung zu ihren eigenen. 

Empathie entwickeln 

Die Kinder lernen, sich in andere Personen hineinzuversetzen. Durch den Einblick in die Lebenswelten anderer Kinder, denen es materiell womöglich nicht so gut geht, erhalten die Lernenden die Einsicht, welche Privilegien sie selbst bereits genießen und dass die Erfüllung noch weiterer materieller Wünsche nicht zwingend zu mehr Zufriedenheit führt.  Nicht der Vergleich steht im Mittelpunkt, sondern vielmehr die Möglichkeit der Reflexion sowie das Entwickeln von Empathie. Die Unterrichtseinheit “Wünsche von Kindern aus anderen Ländern” gibt den Schüler*innen zusätzlich einen Einblick in andere Lebenssituationen und die Kinder erfahren zusätzlich vieles über andere Länder und Situationen vor Ort.  

Schaut über den eigenen Tellerrand und handelt WERTvoll! 

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Kinder stark für die Zukunft machen – “stark wie einen Tigerhasen”

Manche Situationen im Alltag machen uns ratlos: etwa unangenehme und einschüchternde Begegnungen mit fremden Menschen – oder manchmal auch mit uns bekannten Personen. Solche Erlebnisse machen Angst und wecken Unsicherheit. Doch wenn schon wir Erwachsene so empfinden, wie fühlen sich dann Kinder in solchen Momenten?  

Wir wünschen uns für Kinder ein gutes Selbstbewusstsein und selbstbestimmtes Auftreten – nur werden Kinder nicht damit geboren. Sie brauchen starke Vorbilder, egal ob fiktive Charaktere oder echte Menschen, an denen sie sich orientieren können. Und sie brauchen die Möglichkeit, sich auszuprobieren und aufgezeigte Strategien einzulernen und zu adaptieren. Darum ist die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung auch ein wichtiger Bestandteil unseres Unterrichtsprogramms. 

Ein Baustein: Kinder brauchen geeignete Lösungsstrategien für das Verhalten in schwierigen Alltagssituationen. Vorbild für unsere neue Unterrichtseinheit “Stark wie ein Tigerhase” ist deshalb das Kinderbuch “Tigerhase” von Nico und Stefanie Kornhass. Stefanie hat uns für diese Einheit auch mit ihren tollen Illustrationen versorgt und für diese Kooperation wollen wir danke sagen. 

Die Unterrichtseinheit gehört zum Themenbereich “Emotionen und Konflikte”. Mit ihr unterstützen wir Lehrkräfte dabei, mit ihren Schüler*innen Strategien für den Alltag zu erarbeiten. Mit Hilfe der Tigerhasen-Gesten lernen die Kinder Verhaltensweisen, die sie im Umgang mit Gleichaltrigen, aber genauso gut gegenüber Erwachsenen anwenden können. Ziel ist es, das Selbstbewusstsein der Kinder nachhaltig zu stärken und ihnen Selbstvertrauen und Sicherheit für viele Lebenslagen an die Hand zu geben. 

In der Unterrichtseinheit rund um den Tigerhasen hören oder lesen die Schüler*innen die Geschichte des kleinen Hasen Tico, der durch aufmerksame Beobachtung das Verhalten eines starken Tigers nachahmt und so vom “Angsthäschen” zum “Tigerhasen” wird. An Ticos Beispiel lernen die Kinder, dass man nicht das größte, stärkste oder furchteinflößendste Tier sein muss, um mutig zu sein und seinen eigenen Standpunkt klarzumachen und zu vertreten.  

“Der Tigerhase soll Kindern zeigen, dass sie ihren Alltag meistern können, auch wenn ihnen die eine oder andere Situation Angst macht oder Schwierigkeiten bereitet”, so Stefanie Kornhass, die uns als Illustratorin des Tigerhasen bei dieser Unterrichtseinheit unterstützt. “WERTvoll macht Schule bringt wichtige Themen schon in die Grundschule und mit der Kooperation mit WERTvoll macht Schule findet der mutmachende Hase auch seinen Weg ins Klassenzimmer, wo er vielen Kinder dabei helfen kann, dass sie stark in ihre Zukunft gehen.” 

Seid stark und handelt WERTvoll! 

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“Plastikmüll in unseren Meeren” – Das geht uns alle an!

Das Wort „Nachhaltigkeit“ ist in aller Munde. Gut, manche sagen Umweltschutz oder ökologische Lebensweise, aber sie meinen wahrscheinlich das gleiche. Auch wir wollen unseren Beitrag dazu leisten. Nicht aus einem Trend heraus, sondern weil wir es für wichtig halten, so früh wie möglich über Themen zu sprechen, die uns alle betreffen: Themen unserer Zukunft.

Die zweite Unterrichtseinheit zur Nachhaltigkeit steht seit Anfang Februar auf unseren Plattformen bereit, um auch die jungen Mitglieder der Gesellschaft für ein wichtiges Thema zu sensibilisieren: „Plastikmüll in unseren Meeren“.

Ein großes Dankeschön geht an die FERI AG aus Bad Homburg, deren großzügige Spende diese Themen-Entwicklung erst möglich gemacht hat. Damit konnten wir die Stunde konzipieren und veröffentlichen. Neben der finanziellen Unterstützung bedanken wir uns auch sehr für die inhaltliche Hilfe von Spezialist*innen wie Anne Mäusbacher von beachcleaner.de, die uns mit Rat und Tat zur Seite stand. Dass dieses Thema auch ihr ein Herzensanliegen ist, hat sie mit ihrem Buch „Kids for the ocean“ bewiesen.

Ziel der Unterrichtseinheit ist es, bereits Grundschüler*innen auf das Problem der Verschmutzung unserer Meere aufmerksam zu machen. Wir wollen Denkanstöße geben und Möglichkeiten aufzeigen, was man als junger Mensch dagegen machen kann. Die große Herausforderung dabei war die altersgemäße Gestaltung, ohne dabei den Bezug zur Realität zu verlieren. Genau das sahen wir aber auch als Chance, dieses wichtige Thema einmal durch die Augen eines Kindes zu betrachten. Neben umfangreichem Bildmaterial für eine Fantasiereise und die Erarbeitungsphase enthält die Stunde auch ein Wimmelbild, das liebevoll von Illustratorin Corinna Arauner gestaltet wurde. Das Wimmelbild passt als Poster auch gut an die Klassenzimmerwand und ist ein Multitalent. Im Umfang der Unterrichtseinheit kann es hervorragend zur Differenzierung genutzt werden. Bildlich können bereits die Kleinsten darauf verschiedene Situationen entdecken, die mit dem Thema in Zusammenhang stehen, sowohl im negativen Sinne (z.B. Orte der Verschmutzung) als auch im positiven (z.B. Müllsammelaktion am Strand)

Mit unserer Unterrichtseinheit wollen wir zukünftige Entscheidungsträger*innen für ein wichtiges Thema sensibilisieren. Sie soll nicht nur die kritische Situation, sondern auch Möglichkeiten aufzeigen, wie man gegensteuern kann.

Habt nur Mut und handelt WERTvoll!

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