Presse

Starkes Kinder statt Markenwind

Die Fürther Initiative „WERTvoll macht Schule“ kennt die tückischen Fallen der Statussymbole – und wie man sie fröhlich pfeifend umgeht.

Milieu, Klasse, Schicht – woran Soziologen sich seit Jahrzehnten abarbeiten, manifestiert sich in so wechselhaftem wie beständigem Gewand bis heute ungebrochen in Gegenständen, die besitzen zu müssen glaubt, wer irgendwo dazugehören will. Der Mensch möchte in der Herde leben, in ihr wohlbehütet aufgenommen und in Sicherheit gewiegt werden, sonst droht er einsam zugrunde zu gehen. Ein probates Mittel, seine Zugehörigkeit zur einen und gleichwohl die Abgrenzung zur anderen Gruppe wortlos zu demonstrieren, ist die Selbstdekoration mit gemeinhin als „Statussymbolen“ bezeichneten Prestigeobjekten. Ob Kunstverständnis, flotte Sohle am Klavier, ob Vereinsdevotionalie oder Urlaubsort, überall schwingt eine Botschaft mit – die allermeistens lautet: Ich kann’s mir leisten, denn aller Entwicklungen und marginaler Phänomene, erst recht der Ratio zum Trotz zählt in erster Linie der konkrete Geldwert. Das kann zumal bei jungen Menschen ins Auge gehen – und vor allem: ins Geld. Denn nicht nur schmückt man sich mit den Objekten derjenigen Gruppe, der man angehört, sondern meist vor allem derer, in deren Kreis man gerne aufgenommen wäre. Dazwischen lauert oft ein tiefer Graben, den Kinder und vor allem Jugendliche mühsam zu überwinden suchen, wobei sie nicht selten abrutschen und tief stürzen. Was bleibt, sind tiefe Narben – auf dem Konto und in der Seele. Das Karussell der Trends und Marken dreht sich immer schneller, was heute noch der Shit war, ist morgen bereits out, und hab ich endlich genug fürs fancy Smartphone-Modell angespart, kommt auch schon das nächste raus. In dieser Erkenntnis steckt bereits ein Teil der Lösung: Wer andere Werkzeuge zur Statusdemonstration kennt oder gar keine benötigt, seinen Selbstwert aus anderem schöpft als aus Materiellem, der gerät nicht so leicht zwischen die mahlenden Räder der Konsummühle. Ein wünschenswerter Zustand, denn „zwar sind Kinder in Armut ungleich schwerer betroffen, doch Wohlstand bewahrt nicht davor, die Welt nach Besitz, Aussehen und Ansehen zu bewerten und sich selbst danach bewerten zu lassen“, so Diana Bartl von „Wertvoll macht Schule“, einer Fürther Initiative für Finanzielle Bildung, deren Engagement 2019 für den Emotion.Award in der Kategorie Soziale Werte nominiert war. „Für Kinder kann dies einen enormen Druck bedeuten, der im Extremfall bis zum Mobbing geht.“ Und auch Eltern stecken in der Klemme: Das Kind unterstützen, vor Schaden bewahren? Dem Kauf-wunsch nachgeben müssen – und überhaupt können?

Die erstmal einfache, weil kurze Lösung, so Diana Bartl, lautet: Bewusst handeln. Zwar haben Statussymbole einen festen Platz in unserer Gesellschaft, aber Kinder können lernen, damit umzugehen. Das gesamte Umfeld eines Kindes kann dabei unterstützend wirken. Erwachsene, insbesondere Eltern, fungieren als Vorbilder, deren Handeln, Weltanschauungen und eigene Wünsche von Kindern wahrgenommen, interpretiert und übernommen werden. Neben den Dingen, die Kinder aktiv lernen, geschieht dies meist unbewusst. Genau an diesem Punkt lässt sich ansetzen, indem Denken und Handeln bewusster werden, sagt die Gründerin von „WERTvoll macht Schule“, dessen Ziel nicht nur die reine Finanzbildung ist, sondern die Förderung lebenspraktischer Kompetenzen, die auf einer Kombination von Werte- und Finanzkompetenz basieren. „Wir nennen es auch das 1×1 fürs Leben.“ Kinder brauchen die Möglichkeit, sich intensiv mit ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen auseinanderzusetzen. Dazu gehört, dass sie diese genauer zu bestimmen und auch zu hinterfragen lernen. So lassen sich Motive und Ursprünge identifizieren, die zur Entstehung eines Wunsches führen. Das trifft nicht nur auf Grund-bedürfnisse wie Liebe, Geborgenheit, Gesundheit und Freundschaften zu, sondern in besonderem Maß auf Konsumwünsche. Deshalb ist es wichtig, Kinder über Strategien und Taktiken der Werbung aufzuklären und Grundkompetenzen aufzubauen, die einen klugen und verantwortungsvollen Umgang mit Geld zum Ziel haben.

So kann ein reflektiertes und selbstbestimmtes Konsumverhalten bei Kindern angeregt werden.
Ein weiterer, noch bedeutenderer Aspekt ist es, dass Kinder lernen, ihren eigenen Wert und die Wertschätzung anderer nicht von Besitz abhängig zu machen. Dazu gehört ein guter Umgang miteinander, der auf Respekt, Toleranz und Empathie basiert. Situationen, in denen sozialer Druck und Konflikte für Kinder entstehen, müssen aufgegriffen und mögliche Lösungsstrategien aufgezeigt werden. Ebenso sollten Fähigkeiten und Talente von Kindern hervorgehoben und gefördert werden, die den Fokus von Äußerlichkeiten abwenden. Dies kann in der Schule und zu Hause im Alltag gleichermaßen geschehen. Erwachsene können den Lernprozess der Kinder positiv begleiten, indem sie ihre eigenen Bedürfnisse und Verhaltensmuster, gerade in Bezug auf Konsum, ergründen und definieren. Die Sensibilisierung für die Problematik und ein Umdenken in der Bewertung von Statussymbolen erzielen Eltern am besten dadurch, dass sie zuerst bei sich selbst genauer hinsehen und sich klarmachen, welche Werte sie an die nächste Generation weitergeben. Text: Katharina Wasmeier ELMA Magazin Nov/2020

 

Read more

Nominierung für Emotion Award 2019 – Soziale Werte

März 2019 – Wir sind nominiert und Sie können Ihre Stimme für uns abgeben!

 

Die Gründerin unserer Bildungsinitiative, Diana Bartl, ist für den EMOTION.award in der Kategorie „soziale Werte“ nominiert.

Bis zum 17. April 2019 können Sie noch mitentscheiden und Diana Bartl mit Ihrer Stimme unterstützen. Zum achten Mal vergibt die Zeitschrift „emotion“ in diesem Jahr den EMOTION.award. Auf der Website stellt emotion die diesjährigen Kandidatinnen vor – allesamt tolle, mutige, kreative und intelligente Frauen. Unser Team von „WERTvoll macht Schule“ findet es wichtig und gut, dass selbstbewusste Frauen mit innovativen Ideen und Projekten auch einmal ins Rampenlicht gerückt werden – ob Astronautin, Aktivistin, Wissenschaftlerin oder Unternehmerin.

In vier Kategorien präsentiert emotion als Kandidatinnen für den EMOTION.award Frauen, die sich als „Gründerin“, „Frau der Stunde“, „Frauen in Führung“ auszeichnen oder sich für soziale Werte einsetzen. Unter der Rubrik „Soziale Werte“ findet man Diana Bartl mit WERTvoll macht Schule. Wir sind ganz aus dem Häuschen über diese Nominierung und freuen uns natürlich besonders, wenn Sie Diana Bartl mit Ihrer Stimme unterstützen!

Diana BARTL, Gründerin von WERTvoll macht Schule – Kategorie: Soziale WERTE

 

Read more

Werte- und Finanzbildung für Kinder – das Spielzeug

Juli 2017 – Spiel, Spaß, Spannung – für Kinder sind Spielwaren ein aufregendes Unterfangen. Von Würfeln und Murmeln bis zu abenteuerlichen Baukästen und Fahrzeugen ist alles möglich. Mit Spielzeug verbinden sich wunderbare Momente der Kindheit, von denen sich noch im Erwachsenenalter zehren lässt. Viele ausgewachsene Kinder haben immer noch einen speziellen Platz für ihr Stofftier – zumindest im Herzen.
Das internationale Fachmagazin der Spielwarenbranche „das Spielzeug“ berichtet in seiner neuesten Ausgabe über WERTvoll macht Schule (ehemals: Projekt KinderCash) und betont die Wichtigkeit der frühen Vermittlung von Werte- und Finanzkompetenzen an Kinder. Gerade im Zusammenhang mit Spielwaren sind diese Kompetenzen von entscheidender Bedeutung. Spielen und die passenden Utensilien stehen bei Kindern selbstverständlich hoch im Kurs. Und so sind Spielwaren auch während der Durchführung von WERTvoll macht Schule an Schulen ein gängiges Thema. Denn bei all der Auswahl und dem rasenden Tempo neuerscheinender Produkte müssen und können Kinder schon früh einiges lernen, beginnend damit, dass die verzückenden Spielzeuge nicht umsonst ihren Weg ins Kinderzimmer zuhause finden. Spielwaren kosten Geld und so lassen sich nicht alle Spielträume erfüllen oder brauchen etwas Zeit, Geduld und Disziplin, bis sie sich verwirklichen lassen. Gleichzeitig bedeutet einen eigenen Spiele-Park zu besitzen nicht, dass man mehr Spaß hat oder eine höhere Wertschätzung für die Dinge hat. Am Beispiel von Spielwaren lässt sich veranschaulichen, dass ein guter Umgang mit Geld, Konsum und Werbung wichtig ist und darüber hinaus, dass sich verantwortungsbewusstes und vorausschauendes Handeln nicht nur auszahlt, sondern auch die unbeschwerte Freude am Spielzeug erhält.

Read more

Diät fürs Sparschwein – Eltern family

März 2015 – „Es ist wichtig, dass schon Grundschulkinder spüren: Ich kann aufrecht bleiben, auch wenn ich kein Geld habe, wenn ich mal nicht mit den anderen mithalten kann in puncto Klamotten oder Smartphone.“ so Diana Bartl von WERTvoll macht Schule (ehemals: Schulschwein). Der Artikel „Diät fürs Sparschwein“ in der Zeitschrift Eltern family beschäftigt sich mit der Frage, warum es sich trotz anhaltend niedriger Zinsen lohnt, seinen Kindern das Konzept des Sparens zu vermitteln. Autorin Maike Petersen stellt darin auch das Unterrichtsprogramm vor.

elternfamily315-makiert-4

Read more

Wie geht das eigentlich mit dem Geld? – familie & co.

Oktober 2014 – Der richtige Umgang mit Geld will gelernt sein wie lesen oder schreiben. Und damit sollte bereits in der Grundschule angefangen werden, wenn die Kinder regelmäßig Taschengeld erhalten. Das ist der Tenor des Artikels „Wie geht das eigentlich mit dem Geld?“ von Rolf von der Reith in familie&co, ebenso wie der von WERTvoll macht Schule (ehemals Schulschwein), das der Autor vorstellt. Dazu hat er mit der Gründerin der Initiative, Diana Bartl, gesprochen.

fc1014_10erz-markiert-2

Read more

Wie viel Taschengeld ist richtig? – Kinderstube

Januar 2014 – Taschengeld ist das Thema des Artikels von Jana Olsen und auch ein wichtiger Aspekt bei WERTvoll macht Schule (ehemals: Schulschwein). Kinder sollten eigenes Geld zur Verfügung haben, um den Umgang damit zu lernen. Dazu gehört, sich einen Betrag einzuteilen, Wünsche zu definieren, zu erkennen, das Geld nicht unbegrenzt verfügbar ist, aber auch, Fehler zu machen. Die Autorin sprach mit uns über Sinn und Unsinn des Taschengelds und über das Projekt.

kinderstube2014

Read more

Macht Taschengeld Kinder zu Materialisten? – taz

August 2013 – Nein, sind sich die Gastautoren, denen die taz diese Frage gestellt hatte, einig. Eine von ihnen ist Diana Bartl von WERTvoll macht Schule (ehemals: Schulschwein).

taz

Read more

“Schulschwein gehabt” – Eltern family

Juli 2013 – „Noch nie konnten Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 19 Jahren selbstbestimmt über so viel Geld verfügen wie heute – und noch nie gerieten so viele Jugendliche, sobald sie volljährig und geschäftsfähig waren, in die Verschuldung.“ Deshalb setzt WERTvoll macht Schule (ehemals: Schulschwein) auf Prävention. 

elternfamilie_72013

Read more