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Statussymbole für andere – ohne mich!

Wieso haben wir manchmal ein so großes Bedürfnis danach, bestimmte Güter zu besitzen? Statussymbole drücken die gesellschaftliche oder sozioökonomische Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe aus. Viele Menschen definieren sich und ihren Wert darüber. Welche Symbole im Trend liegen, wird unter anderem von der Werbung oder von Influencer:innen mit hoher Reichweite vorgegeben. Hier werden allerdings nicht nur wir Erwachsenen beeinflusst – bereits Kinder spüren den Einfluss von und das Bedürfnis nach Statussymbolen.  

Ein geringes Selbstwertgefühl in Kombination mit sozialem Druck kann Grund dafür sein, dass Kinder sich zum Besitz und zur Zurschaustellung von Statussymbolen gedrängt fühlen. Die Aufgabe von Schule und Elternhaus besteht darin, Kinder darin zu bestärken, dass sie gut sind, wie sie sind. Mit der Stärkung des Selbstwertgefühles und der Förderung von selbstbewusstem Handeln können wir Kinder darin unterstützen, ihren eigenen Wert unabhängig von materiellen Gütern zu erkennen und zu festigen.   

Unsere neue Unterrichtseinheit “Statussymbole für andere – ohne mich!” aus der Themenfamilie “Medien & Konsum” erklärt Schüler:innen, was Statussymbole überhaupt sind und wer diese “festlegt”, und soll die Kinder zur Reflexion anregen, ob sie diese denn brauchen. Außerdem entdecken die Schüler:innen auch, dass man auf manche Wünsche verzichten kann.  

In der neuen Unterrichtseinheit setzen sich die Schüler:innen intensiv mit Statussymbolen auseinander. Sie untersuchen, wo sie Statussymbolen überall begegnen und werden mit dem Gedanken vertraut gemacht, ob Statussymbole überhaupt notwendig sind. Außerdem wird darauf abgezielt, das Selbstbewusstsein sowie die Selbstbestimmtheit der Kinder zu stärken. Neben der Heranführung an die Reflexion des Themas Statussymbole und der Stärkung des Selbstwertes vermittelt die Unterrichtseinheit den Schüler:innen auch, was es heißt, verantwortungsvolle finanzielle Entscheidungen zu treffen. Sie werden darin gefördert, ein Bewusstsein für Geld zu entwickeln. Denn materielle Wünsche kosten Geld und oft fehlen die finanziellen Ressourcen, jeden Trend mitzumachen. Die Unterrichtsmaterialien legen den Grundstein, damit die Schüler:innen in der Lage sind, Statussymbole kritisch zu hinterfragen und zu erkennen, dass sie keine zwingende Notwendigkeit darstellen, um sich selbst zu akzeptieren und zu sich stehen. 

Die Gestaltung der Stunde war uns durch die Förderung ZukunftsMUT der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt möglich. Dafür bedanken wir uns. 

Kennt euren Wert und handelt WERTvoll!