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Tipps für den Alltag – Finanzplanung und Einkauf

Ein Einkauf will wohlüberlegt sein. Eine gute Planung erspart es, später verdorbene Lebensmittel wegwerfen zu müssen und spart damit nicht nur Geld, sondern verknüpft auch die Finanzplanung im Alltag mit dem Thema “Lebensmittelwertschätzung”. 

Am Beginn stehen einige Fragen, die man mit etwas Übung jedes Mal routinierter beantworten kann: Wie viel kaufe ich am besten ein, so dass ich am Ende keine Lebensmittel und damit kein bares Geld wegwerfen muss? Wieviel von diesem Lebensmittel benötigen wir wirklich – und wieviel können wir verbrauchen, bevor es verdirbt? Welches Produkt ist am preiswertesten? In welchem Supermarkt gibt es die besten Angebote?  

Die Lösung auf die Fragen: ein Plan, der vor dem Einkauf festlegt, was man braucht. Ein solcher Plan hilft auch dabei, dem gesetzten Budget entsprechend einzukaufen. Damit Kinder früh sowohl in die Finanzplanung als auch in den Einkauf von Lebensmitteln miteingebunden werden, möchten wir ein paar Anregungen geben: Der Einkauf von Lebensmitteln ist eine alltägliche Aufgabe, mit der Kinder in die Finanzplanung eingeführt werden können.  

Dabei lernen sie nicht nur ganz konkret, Preise zu unterscheiden und den Lebensmittelbedarf einzuschätzen. Beim Planen erfahren Kinder auch, was es heißt, wichtige Entscheidungen zu treffen und verschiedene Aspekte miteinander abzuwägen. Kinder entwickeln dadurch ein Gefühl für Lebenshaltungskosten genauso wie für die finanzielle Situation der eigenen Familie.  

Entsprechend dem Alter des Kindes sollte auf den bestehenden Fähigkeiten und dem bereits Gelernten aufgebaut werden. Ziel ist, Kinder konstruktiv an den Umgang mit Geld heranzuführen. Das gelingt über die Verknüpfung mit einem alltäglichen und vertrauten Thema: Denn die Lebensmittel, die wir täglich essen, sind im Laden mit einem konkreten Wert verknüpft. Über die Planung entwickeln Kinder auch ein Gefühl für die Lebensmittel, die sie täglich essen. Mit einer altersgerechten Herangehensweise wird das Thema Geld so nicht zu einem angstbesetzten, sondern einem alltagspraktischen Thema und Kinder lernen, dass Finanzen mit einem Plan besser gehandhabt werden können.  

Der erste wichtige Aspekt ist die offene Kommunikation des Einkaufsplanes. Ein guter Start ist, Kindern das Planen des Einkaufes und Schreiben des Einkaufszettels näher zu bringen. Gemeinsam entscheidet man, was gebraucht wird und was nicht. Sie können im eigenen Kühlschrank nachschauen und überlegen, was noch fehlt. Hilfreich ist auch, zu erläutern, warum man sich für bestimmte Produkte, wie eine große Familienpackung, entscheidet.  

Nach der offenen Kommunikation kann bereits Verantwortung übergeben werden. Ein guter Schritt hierbei ist, Kinder den Einkaufszettel für den nächsten Einkauf schreiben und die Kosten schätzen zu lassen. Anschließend geht man gemeinsam zum Einkaufen. 

Im Supermarkt nimmt man sich dann die Zeit und schaut sich gemeinsam Produkte und ihre Preise an. Damit Kinder ein Gespür für Produkte und Preise bekommen, helfen Fragen, wie: “Was steht wo im Regal?”, “Warum kosten ähnliche Produkte unterschiedlich viel?” oder “Warum entscheiden wir uns für das Produkt einer bestimmten Marke?”.  

Nachdem bereits erkannt wurde, dass ähnliche Produkte in einem Supermarkt unterschiedlich viel kosten, ist es auch hilfreich, Kinder in verschiedenen Supermärkten die Preise identischer Produkte miteinander vergleichen zu lassen. Hierbei kann überlegt werden, wieso das gleiche Produkt in einem Supermarkt mehr kostet als in einem anderen.  

Wenn Kinder schon früh in den gesamten Prozess der Finanzplanung bei einem Einkauf mit eingebunden werden, erhalten sie ein umfassendes Verständnis für den Umgang mit den eigenen finanziellen Möglichkeiten. Kinder am Einkauf und der Auswahl der Produkte teilhaben zu lassen, hilft ebenfalls dabei, ihnen ein respektvolles Verständnis für die Lebensmittel zu geben, die sie täglich essen. Das Einbeziehen der Kinder in den Entscheidungsprozess vor und beim Einkauf sorgt außerdem dafür, dass sie schon früh lernen, Teil einer Entscheidung zu sein.